Der Gedichtladen

Gedanken aus dem Leben, für das Leben

Staatsterrorismus

Staatsterrorismus

Es hat nun drei Jahrzehnte gedauert, bis sich Staaten, die über die dazu notwendigen Voraussetzungen verfügen, sich der Methoden des Terrorismus bedienen, und das vielleicht sogar im Guten, wie sie sicherlich selber reklamieren würden. Bei uns sind solche Vorbilder Anschläge auf Stromnetze, die nicht unbedingt Leben kosten, aber schon mehr als unbequem zu nennende Folgen für die Bevölkerung mit sich bringen. Bei Selbstmordanschlägen im arabischen Raum kamen Unschuldige, die sich zufällig in der Umgebung befanden, ums Leben. Schon bei der Entführung Maduros kamen dutzende Leibwächter ums Leben, kaum beachtet und man betrachtete die Aktion als gerechtfertigt. Auch die Ermordung von Osama bin Laden, die noch unter dem Hoffnungsträger Barak Obama ausgeführt wurde, kamen geheimdienstliche Methoden zum Einsatz und Unschuldige wurden erbarmungslos umgenietet. Im Ukrainekrieg werden die Schläge gegen die Infrastruktur ausgeführt, die bei minus 30 Grad nicht gerade ein Zuckerschlecken für die Bevölkerung waren.

In unseren, oder jedenfalls der Erinnerung unserer Eltern leben noch die Bombennächte, die jeglichen Konventionen einer Kriegführung Hohn sprachen, aber durch die Unmenschlichkeiten der offiziellen Kriegsführung der Wehrmacht noch eine gewisse Rechtfertigung erfuhren. Im Grunde gelten eben keine Regeln in einem Krieg, kann man daraus nur schlussfolgern. Es gelten aktuell auch nicht mehr die Regeln des Völkerrechts, das nun mit dem chirurgischen Angriff auf den Iran ausgehebelt ist.

Die Staaten der Welt als mehr oder weniger gut funktionierende Organismen zu begreifen, dem steht schon entgegen, dass man mit wenig Erfolg versucht, vielleicht mit Ausnahme Chinas, das unsere woken Medien auch ohne Unterlass aufs Korn nehmen, den etwas anders gearteten Ländern das eigene Modell überzustülpen. Die Welt ist eben bunter, als wir uns in unserer spießigen und zerstrittenen Heimat vorstellen und die Idee einer multipolaren Welt eben nicht mehr von der Hand zu weisen.

Der noch normal gebliebene Deutsche war schon immer auch interessiert an den Vorgängen auf der Welt. Zeitweise hatte man sogar die Idee, als man selbst mächtig war, die Welt im unguten Sinne am deutschen Wesen genesen zu lassen. Unter anderem lag dem ja auch diese Idee zugrunde, als man die Tore für Flüchtlinge aller Art öffnete und damit meinte, etwas gutes zu tun, was uns selbst an den Rand des Ertragbaren gebracht hat. Jetzt sind wir zurückgeblieben, nicht nur wirtschaftlich, sondern leider auch kulturell. Wir können kaum noch Verständnis entwickeln für Länder, in denen Religion und Kultur eine ganz andere Rolle spielen als bei uns noch. Da muss ein Kanzler schon mal nach Indien fahren, um mal wieder einen Drachen steigen zu lassen oder sich devot vor einem Tempel die Schuhe abzustreifen. Unsere geistige Kultur ist mittlerweile über zweihundert Jahre her, die industrielle über hundert. Zeit vor allem, sich unseren eigenen Problemen wieder zuzuwenden, wozu es vor allem der Beseitigung des Zwistes bedarf, der eine neue Mauer aufrechtzuerhalten versucht und nur so weit in der restlichen Welt zu wirken, wie es unser Leisten ist, wozu sicher keine Radwege in Peru mehr gehören sollten.

Der Alptraum, der uns nach den Verbrechen des zweiten Weltkriegs immer wieder heimgesucht hat, muss endlich ausgeträumt werden und wieder ein Deutschland entstehen, in dem die Vernunft und die Heimatliebe oberstes Gebot ist und aus unserer Religion die für uns entscheidende Lehre gezogen wird: die Demut. „Dass die Sonne schön wie nie, über Deutschland scheint“.

CER 2.3.2026