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Wasserstoff

Wasserstoff

Dieser Herausforderung stellt sich ein Schüler der 10. Klasse bei uns und ist gerade dabei, einen kleinen Wasserstoffgenerator zu bauen. Auch auf mich ist dieser Funke übergesprungen und man kann viele theoretische Überlegungen anstellen, wie sich der Wasserstoffantrieb zu einem Elektroantrieb verhält. Mit Wasserstoff kann man sehr heiße Flammen erzeugen, bis 3000 °C und es sind nur ganz geringe Massen im Spiel. Allerdings hat man davon nicht so viel, wenn man bedenkt, dass zwar zwei Wassereimer Wasserstoffgas gerade mal zwei Gramm wiegen, aber das Volumen ist eben groß.

Man muss den Wasserstoff entweder bei sehr hohen Drücken aufbewahren oder ihn verflüssigen. Letzteres erfordert allerdings Temperaturen um Minus 250 °C und beim Komprimieren werden Drücke größer als 200 bar verwendet, was die Tanks schwer macht. Wasserstofffahrzeuge arbeiten meistens mit Elektroantrieben, wobei der Wasserstoff in sog. Brennstoffzellen oxidiert wird und Wasser entsteht, aus dem der Wasserstoff ursprünglich gewonnen wurde.

Will man 200 l Wasserstoff in einem Druckbehälter bei 200 bis 300 bar aufbewahren, hat dieser schon eine Masse von ca. drei kg. Um diese chemische Energie in Strom zu verwandeln bedarf es einer Brennstoffzelle, die aber nur eine Effizienz von 0,4 bis 0,6 hat. Nimmt man dagegen eine viel einfachere Lösung, nämlich drei kg Akkus, erweist sich diese Lösung schon um 60 % überlegen.

Aber der Ehrgeiz dieses Ausnahmeschülers geht noch weiter. Er träumt davon Wasserstoff aus der Luftfeuchte zu gewinnen, was sich sofort als brandaktuelles Forschungsthema herausgestellt hat.

Man darf also gespannt sein, was bei seinen Forschungen herauskommt.

CER 25.1.2026