{"id":997,"date":"2012-07-29T15:44:31","date_gmt":"2012-07-29T13:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=997"},"modified":"2024-09-29T15:28:39","modified_gmt":"2024-09-29T13:28:39","slug":"kolumne-kw31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/997","title":{"rendered":"Kolumne KW31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wochenend und Sonnenschein!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer h\u00e4tte es gedacht, dass uns der Sommer auch noch einmal einholt! Und was gibt es da besseres zu tun, als den Balkon zu streichen. Haben Sie schon einmal Ihren Balkon bei 36 Grad, und diese im Schatten, gestrichen? Ich kann nur sagen, es ist eine wahre Freude! Es ist genau die richtige Temperatur um gleichm\u00e4\u00dfig ins Schwitzen zu kommen. Aber man muss ja das bisschen Sommer ausnutzen, um solche Dinge zu erledigen.<!--more--><br \/>\nTja, so haben wir uns am letzten Donnerstagabend dazu entschieden, dieses zu tun. Denn auch in einem Dichterhaushalt fallen solche Dinge aller paar Jahre an. Nun ist es nicht nur einfach mal den Pinsel nehmen und dann los streichen, nein erst einmal m\u00fcssen ja die hundert Blumenk\u00e4sten auf den Hof geschafft werden. Schon das war ein wahrer Genuss bei diesem Wetter. Als wir die vielen K\u00e4sten dann endlich unten hatten, mussten auch noch der Tisch und die St\u00fchle hinunter, fertig! Nun ging es aber weiter und das bei st\u00e4ndig brennender Sonne. Da sich das Holz ja nun nach so vielen Jahren auch einmal aufbraucht, haben wir beschlossen, die Bohlen des Bodens einmal zu wenden, das hei\u00dft nat\u00fcrlich, man muss sie abschrauben, was sich als nicht so einfach herausstellte. Denn die Schrauben haben sich in den letzten 20 Jahren, durch mehrmaliges Streichen so richtig sch\u00f6n festgesetzt. Egal was wir versuchten, nichts wollte die Schrauben dazu bewegen, sich zu l\u00f6sen. Naja, nicht ganz, wir holten das Stemmeisen und r\u00fcckten diesen Schrauben zu Leibe. Ganz langsam, immer sachte um die Bohlen nicht zu zerst\u00f6ren. So, die erste war geschafft, mein Mann wollte mir nun zeigen, wie die Bretter von der anderen Seite aussehen und drehte dieses eine Brett recht schwungvoll um, ohne zu bemerken, dass sich auf der anderen Seite meine Zehen befanden. Krach, das Brett war gedreht und mein gro\u00dfer Zeh darunter. Ich kann nur sagen, Rumpelstilzchen w\u00e4re nicht besser gesprungen. Aber nach einigen Minuten der K\u00fchlung war alles wieder in Ordnung, doch als ich dann in die L\u00fccke des Balkons schaute, war mir doch etwas mulmig und ich war so was von froh, dass Thomas auf einmal auf dem Hof stand. Thomas ist ein scheinbar \u201eGuter Geist\u201c, der immer genau zur richtigen Zeit erscheint. Als er dann mit auf dem Balkon stand, ich ihm gleich meine Zange \u00fcberlie\u00df und er sofort Hand anlegte. Auf einmal ging alles ganz schnell, mein Mann und Thomas arbeiteten, wie immer Hand in Hand und so dauerte es nicht lange und die Dinge, die an diesem Abend geschafft werden sollten, waren geschafft. Wir sind immer wieder erstaunt, dass Thomas nach einem harten 8 Stunden Tag noch so viel Power hat, um bei uns zu helfen und dies ganz selbstlos.<br \/>\nEndlich ging die Sonne unter und wir sa\u00dfen bei Tomatenbrot, das mein Mann noch schnell in der K\u00fcche zauberte auf dem Hof. So lie\u00dfen wir den Abend dann bei Brot, einem Fl\u00e4schchen Bier und der Zusage von Thomas, am n\u00e4chsten Tag nach der Arbeit wieder zu helfen, ausklingen. So gingen wir nach einer k\u00fchlen Dusche ins Bett und schliefen tief und fest, bis uns am Freitag der Wecker um 6 Uhr weckte.<br \/>\nAufstehen &#8211; schrie er, ihr wolltet doch ins Bauhaus fahren! Na gut, dann nichts wie los. Das Thermometer zeigte 24 Grad und wir ahnten, dass der Tag uns so richtig ins Schwitzen bringen w\u00fcrde. Und das tat er auch. Im Bauhaus angekommen, kauften wir alles, was wir brauchten und fuhren dann wieder nach Hause um erst einmal anst\u00e4ndig zu fr\u00fchst\u00fccken. Denn ohne Fr\u00fchst\u00fcck geht hier gar nichts.<br \/>\nNun aber wieder an die Arbeit, mein Mann hatte die ersten beiden Bohlen schon mit dem Hobel bearbeitet, als uns die Sonne mit ihren Strahlen begr\u00fc\u00dfte. Der Hof lag nun im Sonnenschein, den man als Urlauber sicher sehr begr\u00fc\u00dft h\u00e4tte. Egal, wir hatten uns nun einmal diese Arbeit vorgenommen und nun musste sie zu Ende gebracht werden. Als die Bohlen alle gehobelt waren, machte ich mich daran, sie zu streichen. In dieser Zeit schliff mein Mann in halsbrecherischer Weise den restlichen Balkon und strich diesen. Farbe hatten wir nat\u00fcrlich ausreichend, so dachten wir jedenfalls, aber Pustekuchen, das Holz schluckte und schluckte und war nicht zu s\u00e4ttigen. Was nun? Wir riefen in unserem kleinen Baumarkt an, ob sie denn genau diese Lasur haben, die wir ben\u00f6tigen  und siehe da, sie ist vorr\u00e4tig. Also noch einen riesigen Topf gekauft und damit die Ausrede dahin, wir k\u00f6nnen heute leider nicht weiter machen. Ich musste dann aber erst einmal zur Arbeit und w\u00fcrde erst am fr\u00fchen Abend wieder zu Hause sein. So machte ich mich auf den Weg und dachte st\u00e4ndig an meinen Mann, der dort in der Sonne am Ackern und Schwitzen war.<br \/>\nAls ich dann gegen halb sechs nach Hause kam, war unser \u201eGuter Geist\u201c schon da und dass nach geschlagenen 8 Stunden schuften in der br\u00fctenden Sonne. Mein Mann sah fix und fertig aus, denn er hat den ganzen Tag geschliffen und gestrichen. Aber die Beiden schafften und arbeiteten und tranken \u2013 und bekamen sogar von unserer Mieterin selbst gebackenen Pflaumenkuchen zur St\u00e4rkung.<br \/>\nNun da Thomas da war, gab es f\u00fcr mich nichts weiter zu tun, was hei\u00dft nichts weiter, ich hatte mir ja vorgenommen unsere alten St\u00fchle abzuschleifen und neu zu streichen. So machte ich mich daran, mit einem Schwingschleifer die Zentimeter dicke Farbe vom Holz zu schleifen. Was nat\u00fcrlich bei diesen Temperaturen auch nicht besser ist, als den Balkon zu streichen. Aber ich will nicht klagen, denn wir wollten es ja so!<br \/>\nAm sp\u00e4ten Abend habe ich mich dann in die K\u00fcche begeben und den M\u00e4nnern ein anst\u00e4ndiges Essen gekocht. Ich werde nicht verraten, was es war, nur so viel, wir konnten uns danach kaum noch bewegen, denn wir hatten so viel gegessen. Gegen 22 Uhr war dann auch das letzte Werkzeug verstaut und die Verabredung f\u00fcr Samstagmorgen stand auch schon fest. Ab unter die Dusche und nichts wie ins Bett! Ich glaube mehr gekrochen, als gegangen! Nun &#8211; gute Nacht Schatz und schlaf sch\u00f6n.<br \/>\nSamstag fr\u00fch fuhr mein Mann zu unserem B\u00e4cker und wir fr\u00fchst\u00fcckten erst einmal. Dann ging es an die letzte Runde! Gegen neun kam Thomas dann wieder und die Beiden legten gleich wieder los. Die Sonne meinte es nach dem n\u00e4chtlichen Regen wieder einmal gut mit uns, und so lag unser Hof wieder im prallsten Sonnenschein. Die Bohlen mussten wieder angebracht werden und das nahmen die M\u00e4nner auch gleich in Angriff. Auch die Abschlussbretter des Gel\u00e4nders, die nun neu sind mussten wieder drauf. Und das alles bitte bis 14.30 Uhr, da wir um 15.30 Uhr eine Verabredung in Berlin hatten. So wurde dann im Zeitraffer, aber nicht weniger ordentlich gearbeitet. Gegen elf kam dann Sascha, ein guter Freund und brachte seine Handkreiss\u00e4ge mit, denn die neuen Bretter mussten ja noch in Form ges\u00e4gt werden. So arbeiteten nun drei M\u00e4nner zum Schluss an unserem Balkon und siehe da, wir waren p\u00fcnktlich fertig. Nach einem sommerlichen Mittagessen h\u00e4tten wir uns lieber zu einem netten Mittagsschl\u00e4fchen hingelegt, aber da war ja noch die Verabredung. So machten wir uns frisch und los ging es nach Berlin.<\/p>\n<p>\n<em>Andrea Rempel<br \/>\nIm Waltersdorfe, den 29.7.2012<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wochenend und Sonnenschein! &nbsp; Wer h\u00e4tte es gedacht, dass uns der Sommer auch noch einmal einholt! Und was gibt es da besseres zu tun, als den Balkon zu streichen. 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