{"id":629,"date":"2011-12-18T18:41:41","date_gmt":"2011-12-18T16:41:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=629"},"modified":"2023-12-08T23:01:05","modified_gmt":"2023-12-08T21:01:05","slug":"kolumne-kw51","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/629","title":{"rendered":"Kolumne KW51"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachwehen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da waren noch f\u00fcnf Kubikmeter Tanne zu beseitigen. Der Baumdienst Strunk, der die\u00adse angeliefert hatte f\u00fcr 70 + 30 Euro Trinkgeld, die Entsorgungskosten gespart hatte, stellte sich jetzt taub, als er sie noch mal 200 m Luftlinie weitertransportieren sollte. Er sei ein Deutscher, mithin zuver\u00adl\u00e4ssig, aber auf seinen Anruf warte ich heu\u00adte noch und die Tanne lag und lag. <\/p>\n<p>\nEin Dichterfreund aus Dresden hatte uns f\u00fcr drei Tage besucht. Er ist Umwelt\u00adsch\u00fctzer und hatte \u00fcberaus viel zu erz\u00e4h\u00adlen. Da wir aber ab und an Erholung brau\u00adchen, kam ich auf die Idee, den Haufen \u00d6ko\u00adm\u00fcll mit ihm wegzur\u00e4umen. <\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nAllerdings hatte er nur noch zwei Stunden bis sein Bus zur\u00fcck nach Dresden fuhr, zu dem ich ihn hinbringen w\u00fcrde. \u201eJetzt ha\u00adben wir zwei Stunden ohne Pause gear\u00adbeitet\u201c, sagte Frank und wir mussten uns schon ein bisschen beeilen, um den Bus zu kriegen. Dann machte ich noch eine Stun\u00adde allein weiter, bewaffnet mit Schubkarre und Harke, dann war mir erst mal nach Essen. Die Leute nahmen es zwar wahr, denn nicht alle sind tags\u00fcber arbeiten, sie f\u00fchren ihre Hunde aus und gucken in\u00adteres\u00adsiert, aber dass jemand spontan helfen w\u00fcr\u00adde, blieb eine sch\u00f6ne und verzweifelte Illusion. <\/p>\n<p>\nDann also noch zwei Stunden mit dem ei\u00adgenen Sohn, der wegen Stellwerkscha\u00addens bei der S-Bahn auch noch zwischen\u00addurch abzuholen war. Er half dann sogar noch zwei Stunden mit und erlebte, wie der eine Haufen zu einem Nichts zusammen\u00adschrumpfte, w\u00e4hrend der auf der Ablage\u00adfl\u00e4che wuchs und wuchs. Allerdings nicht zu den gleichen Ausma\u00dfen, denn er war sorgf\u00e4ltig geschichtet und nicht einfach abgekippt. F\u00fcr solche Handarbeit kann man bei der jungen Generation allerdings kein Verst\u00e4ndnis erwarten. Mein Sohn hielt die Sache immer schon f\u00fcr erledigt, wenn er eine Karre in respektabler Entfer\u00adnung vom Zielhaufen abgekippt hatte. Da nun die Zeit des Ohrenlangziehens vorbei ist, bleibt dann nichts weiter, als wiede\u00adrum selbst zuzugreifen. <\/p>\n<p>\nAm Freitag waren dann nur noch die Spen\u00addenquittungen zu verteilen und f\u00fcr die Spon\u00adsoren, die irgendwie anders zu dem Fest beigetragen hatten, jeweils ein graviertes Glas. <\/p>\n<p>\nEs gab sogar Sponsoren, die sagten, das ma\u00adchen wir n\u00e4chstes Jahr wieder. Na dann, mal sehen, wie es aussieht, wenn die Weihnachtszeit wieder heran ist. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wenn ein Fest nicht doch am Ende<br \/>\ndann ein dickes Ende f\u00e4nde<br \/>\nwenn alles w\u00e4r so leicht getan,<br \/>\nwie es immer f\u00e4ngt so an<br \/>\nAlle sind recht hoch erfreut<br \/>\nund auch wir sehen ungereut<br \/>\nauf die sch\u00f6nen Stunden zur\u00fcck<br \/>\nob sich das toppen l\u00e4sst mit Gl\u00fcck?<br \/>\nWenn n\u00e4chstens doppelt mehr Sponsoren<br \/>\ndie Sache st\u00fctzen, als w\u00e4r sie neu geboren<br \/>\nwie`s Kindlein liegt das Fest zur Wiege<br \/>\ndass Waltersdorf was Neues kriege.<\/p>\n<p>\nIn jedem Jahr ein Fest der Stille<br \/>\nganz so, als w\u00e4r das h\u00f6h`rer Wille<br \/>\nund jedes Jahr was Neues bieten<br \/>\nist nicht so einfach wie die Riten,<br \/>\ndie wir ansonsten gerne mieten.<\/strong><br \/>\n<em> Im Waltersdorfe 17.12.2011<\/em><\/p>\n<p>\nEs liegen noch einige Springformb\u00f6den vom Kindercaf\u00e9 bei mir im Gedichtladen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachwehen &nbsp; Da waren noch f\u00fcnf Kubikmeter Tanne zu beseitigen. 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