{"id":4335,"date":"2023-11-12T23:21:02","date_gmt":"2023-11-12T21:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=4335"},"modified":"2025-06-03T21:52:34","modified_gmt":"2025-06-03T19:52:34","slug":"lebens-la-lue-ge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/4335","title":{"rendered":"Lebenslage"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lebenslage<\/strong><\/p>\n<p>Zu unsteten Zeiten, was sagt man dazu<br \/>\nDu f\u00fchlst Dich alleine und verlierst Deine Ruh<br \/>\nDann schaust Du auf Deinen Nabel herab<br \/>\nDen Bauch gut gef\u00fcllt, er verdaut nicht zu knapp<\/p>\n<p>Die Schamanen und alle wollen Dir raten:<br \/>\n\u201eSieh ab von allzu altruistischen Taten<br \/>\nWenn Du so allein, dann liebe Dein Ego\u201c<br \/>\nDein Kind ist besch\u00e4ftigt, spielt allein mit dem Lego<\/p>\n<p>Und wenn wir so einfach ein Wesen f\u00e4nden<br \/>\nDas uns wirklich mag, wir tr\u00fcgen\u2018s auf H\u00e4nden<br \/>\nDoch siedendhei\u00df f\u00e4llt uns dann ein<br \/>\nDas alles sind Wesen, die getragen wolln sein<\/p>\n<p>Ich sag, es liegt nicht in des Menschen Natur<br \/>\nZu schaun auf den eigenen Nabel nur<br \/>\nUnd dann das Fatale, sich selbst zu lieben<br \/>\nWo w\u00e4r denn die Menschheit derart geblieben<\/p>\n<p>Man muss sich nicht opfern, sich nicht verbiegen<br \/>\nNicht mehr f\u00fcr den Krieg viele Kinder kriegen<br \/>\nUnd Nabelschau hat auch wirklich sein Gutes<br \/>\nDenn dieser ist ein St\u00fcck der Natur<br \/>\nAus nat\u00fcrlichen Stoffen bestehn wir ja nur<br \/>\nUnd selbst jene Substanzen, die man k\u00fcnstlich nennt<br \/>\nIn denen verborgen auch solch Lichtlein brennt<br \/>\nHaben vielleicht auch wie Du einen Plan<br \/>\nWarten auf den Moment, wo das Singen hebt an<br \/>\nSo d\u00e4mmerte mir vor Jahrzehnten schon<br \/>\nDass ich von jener Natur ein Sohn<br \/>\nBesteh aus Atomen, die sich sinnreich verweben<br \/>\nUm dann dieses sehnsuchtsvoll Ich zu ergeben<\/p>\n<p>Nun frag Deinen Nabel, ob er \u00e4hnliches sagt<br \/>\nF\u00fcr Dich h\u00e4lt er Wache, noch bevor es tagt<br \/>\nUnd weil jeder aus ziemlich dem gleichen gemacht<br \/>\nUmschlingt dieses Band ziemlich viele Millionen<br \/>\nDie die Natur auf die Erde gebracht<br \/>\nAuf dass sie die Mutter Erde bewohnen<br \/>\nUnd was mancher schon an Menschen versucht<br \/>\nWas auf sich geladen schon mancher verrucht<br \/>\nDas alles wird von den Atomen erwogen<br \/>\nAuch manches verzeihliche einbezogen<br \/>\nDoch was wir ahnten im J\u00fcngsten Gericht<br \/>\nDas alles ist ohne Bewandtnis nicht<br \/>\nIst man einmal vom Gro\u00dfen und Kleinen verlassen<br \/>\nUnd entt\u00e4uscht ganz die Hoffnung in Menschenmassen<br \/>\nWird des Lebens Theater seine Pforten schlie\u00dfen<br \/>\nWo alle drin sitzen, auch die es verlie\u00dfen<br \/>\nVon einem Inferno mag ich nicht sprechen<br \/>\nAtome sind nicht so, dass sie sich r\u00e4chen<br \/>\nMit Nabelschau und Dollerei<br \/>\nIst es dann allerdings vorbei<\/p>\n<p>Das alles so ist, wie wir sehen und f\u00fchlen<br \/>\nUnd was wir dann nehmen als Realit\u00e4t<br \/>\nSteht in ihrer Macht, es hinwegzusp\u00fclen<br \/>\nNoch haben wir Ahndung, ist noch nichts zu sp\u00e4t<\/p>\n<p>Sie lernen von uns, was nur durch uns sieht<br \/>\nUnd Gedanken bewegen selbst ein schlichtes Gem\u00fct<br \/>\nUnd was sind sie eisern an Disziplin<br \/>\nWir schriebens als Naturgesetz hin<br \/>\nErhalten die Ordnung, die uns heilig<br \/>\nSpringen nicht mal hierhin mal dorthin, wie mancher eilig<br \/>\nWas zu messen wir k\u00f6nnen, sie halten sich dran<br \/>\nWo wir\u2018s nicht mehr verm\u00f6chten, fangen ihre Welten an<br \/>\nWenn Du sie ahnst, in Deinen Nabel verliebt<br \/>\nDas ist ja Dein Selbst, was sich Dir gibt<br \/>\nUnd doch, bist Du nur `ne Aggregation<br \/>\nVon winzigen Wesen, aus denen alles besteht<br \/>\nF\u00fcr die das Universum in eins aufgeht<br \/>\nUnd geht mal zu Ende das bemessene Leben<br \/>\nDann haben sie sich auch der Liebe begeben<\/p>\n<p><em>C.R. 12.11.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebenslage Zu unsteten Zeiten, was sagt man dazu Du f\u00fchlst Dich alleine und verlierst Deine Ruh Dann schaust Du auf Deinen Nabel herab Den Bauch gut gef\u00fcllt, er verdaut nicht zu knapp Die Schamanen und alle wollen Dir raten: \u201eSieh&#8230;<br \/><a class=\"read-more-button\" href=\"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/4335\">Mehr Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,12],"tags":[],"class_list":["post-4335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-kolumne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4335"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4928,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4335\/revisions\/4928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}