{"id":3741,"date":"2021-05-05T19:13:51","date_gmt":"2021-05-05T17:13:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=3741"},"modified":"2023-12-08T22:59:06","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:06","slug":"das-geheimnis-der-eiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/3741","title":{"rendered":"Das Geheimnis der Eiche"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Geheimnis der Eiche<\/strong><\/p>\n<p>Ein Kinderst\u00fcck<br \/>\n1. Eiche (einige Kinder)<br \/>\n2. Eule-Tahu<br \/>\n3. Eichh\u00f6rnchen-Cosima<br \/>\n4. Kerze-Minia<br \/>\n5. Zwerg-Zwiebelkricks<br \/>\n6. Drache- Kalifur<br \/>\n7. Erz\u00e4hlerin<\/p>\n<p> Erz\u00e4hlerin: Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch ganz klein war, oder vielleicht ist es noch l\u00e4nger her, da hatte die Welt noch etwas Wunderbares. In jedem kleinen We- sen, in jedem Tier und jeder Pflanze lag etwas Zauberhaftes. Sie alle konnten spre- chen, wie wir es doch nur bei Menschen f\u00fcr m\u00f6glich halten. M\u00e4rchenhaftes war \u00fcber- all, es wuchs sogar auf den B\u00e4umen. Das war eine solche Magie, dass heute keiner mehr daran glauben will, dass es das \u00fcberhaupt einmal gegeben hat. Ich will euch erz\u00e4hlen, was ich in dieser fernen Zeit erlebte: An einem dunstigen Morgen segelte ich auf meinem Drachen Kalifur \u00fcber eine weite Landschaft mit einem hohen Himmel. Da sehe ich unten auf einer gro\u00dfen Lichtung eine stattliche Eiche. Komm Kalifur, lass uns landen.<br \/>\nKalifur: Seltsam \u2013 die \u00c4ste der Eiche sind silbern, wie meine Fl\u00fcgel. Die Bl\u00e4tter rau- schen, als lausche man in eine Muschel. Das h\u00f6rt sich ein bisschen wie der Wind an, aber auch ein bisschen wie Worte. Horch nur, was sie s\u00e4uselt:<br \/>\nEiche: Wind komm herbei<br \/>\nlass es wehen und wettern<br \/>\nMein Geheimnis es sei<br \/>\nbei den ewigen G\u00f6ttern<br \/>\nZwerg: Hat sich wohl wieder mal einer gefunden, der sich diesen Quatsch anh\u00f6rt. Das geht den ganzen Tag so, dass man kaum schlafen kann. Dabei habe ich eine schwere Arbeit in den M\u00fcggelbergen und will zu Hause dann wenigstens meine Ruhe haben. Wer bist denn Du?<br \/>\nKalifur: Ich bin Kalifur, der Drache. Wir flogen \u00fcber die Weite und sahen diese wun- dersch\u00f6ne Eiche. Da wollten wir sie uns mal n\u00e4her ansehen.<br \/>\nZwerg: Mich nennen alle Zwiebelkricks, meine Kollegen im Bergwerk sagen aber ein- fach Knolle zu mir. Fr\u00fcher h\u00e4tte ich mir das nicht bieten lassen, da waren sie nicht gr\u00f6\u00dfer als ich, aber sie wachsen und wachsen und wollen auch nicht mehr Zwerge hei\u00dfen. Sie sind jetzt was Besseres.<br \/>\nKalifur: Ich wei\u00df. Sie bilden sich etwas ein auf Heldentaten. Am besten, wenn man einen Drachen get\u00f6tet hat. Wohnst Du hier schon lange in der Eiche?<br \/>\nZwerg: Wohl an die hundert Jahre, so lange, wie die Eiche schon steht.<br \/>\nKalifur: Und ganz allein?<br \/>\nZwerg: Nein, ich habe eine Kerze. Mit der rede ich immer am Abend. Sie hei\u00dft Minia. Wenn ihr noch eine Weile da seid, kann ich sie euch zeigen, aber jetzt muss ich mich erst mal ausruhen, ich komme ja von der Nachtschicht.<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Der Zwerg Zwiebelkricks verschwand durch ein winziges T\u00fcrchen in der wundersamen Eiche und diese fl\u00fcsterte wieder ihren Spruch vom Wind und dem Geheimnis. Wir sahen sie uns n\u00e4her an und bemerkten eine wei\u00dfe Eule, die die Augen geschlossen hatte und der der Wind immer mal eine Feder abspreizte, was sie aber nicht zu st\u00f6ren schien. Kalifur wollte sie ansprechen, aber die Eule kam ihm zuvor:<br \/>\nEule: Weit fliegen die Gedanken. Noch weiter als ihr geflogen seid. Seid willkommen im Reich der Cosima. An Wundern wird es euch hier nicht fehlen und ein gro\u00dfes Ge- heimnis gibt es auch. Kann ich euch irgendwie n\u00fctzlich sein?<br \/>\nKalifur: Wie k\u00f6nntest Du denn jemandem n\u00fctzlich sein, wenn Du immer nur mit geschlossenen Augen dasitzt.<br \/>\nEule: Ich sitze nicht immer mit geschlossenen Augen da. Nur dann, wenn alle den- ken, es g\u00e4be etwas zu sehen, habe ich sie geschlossen. Nachts sehe ich mir dann alles an und manchmal fliege ich sogar umher. Ein bisschen Bewegung muss man ja auch haben.<br \/>\nKalifur: Und Du meinst, ich sehe genauso aus, wie Du Dich mir vorgestellt hast. Wie hei\u00dft Du eigentlich?<br \/>\nEule: Man nennt mich Tahu. Ich wei\u00df, Du hast silberne Fl\u00fcgel und ansonsten bist Du eben gr\u00fcn wie alle Drachen.<br \/>\nKalifur: Und meine Augen?<br \/>\nEule: Die sind gelb, wie bei allen Drachen. Kalifur: Und meine Klauen, wie sind die Tahu?<br \/>\nEule: Rot, wie bei allen Drachen.<br \/>\nKalifur: Und mein Feueratem Tahu?<br \/>\nEule: Das wei\u00df ich nicht, das ist bei allen Drachen verschieden. Dann lass doch mal sehen.<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Und die Eule Tahu tat zum ersten Mal an diesem Morgen ihre Augen auf. Erst das eine und dann das andere und es waren sehr weise Augen, kann ich euch sagen. Kalifur stie\u00df einen Schwall leuchtend blauen Gases aus. Dann fragte er, was denn das zu bedeuten hat, das Reich der Cosima, aber da hatte Tahu die Augen schon wieder geschlossen und gab keine Antwort. Sie war sogar ein bisschen un- ruhig und bald merkten wir warum, denn irgendwo aus den \u00c4sten war ein niedliches Eichh\u00f6rnchen herabgeflitzt und ohne uns anzusehen klopfte es an die T\u00fcr des Zwer- ges.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Zwiebelkricks mach schnell, ich habe wieder eine.<br \/>\nZwerg: Ich schlafe, ich bin gerade von der Nachtschicht gekommen.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Untersteh Dich. Du wei\u00dft, dass ich Deine Herrin bin. Schlafen kannst Du noch sp\u00e4ter genug. Und bring den Plan mit.<br \/>\nZwerg: Einen Moment.<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Das Eichh\u00f6rnchen verbarg etwas neben der T\u00fcr unter einem Borken- st\u00fcck. Dann wandte es sich uns zu.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Ein M\u00e4dchen und ein Drachen, das ist ja eine nette Kombination. Wie kommt ihr denn dazu, in meinem Reich zu landen?<br \/>\nKalifur: Mit Verlaub, dann m\u00fcssen Sie wohl die Herrscherin dieses Reiches sein. Wahrscheinlich ist Ihr Name dann Cosima. Wir sahen aus der Luft diese wunder- sch\u00f6ne Eiche und wollten sie uns n\u00e4her ansehen. Da haben wir den Zwerg Zwie- belkricks kennengelernt und die Eule Tahu.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Das sind alle meine Untergebenen. Ich bin wirklich die Prinzessin Co- sima, eine K\u00f6nigin oder gar einen K\u00f6nig gibt es nicht, denn mein Reich ist ziemlich winzig und ich habe nur drei Untertanen, die mir zu Diensten sind.<br \/>\nKalifur: Die Eule, der Zwiebelkricks, das sind doch erst zwei.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Seid nicht so neugierig, ich mag so etwas weder an meinen Untertanen noch an G\u00e4sten.<br \/>\nEiche: Wind komm herbei<br \/>\nLass es wehen und wettern<br \/>\nMein Geheimnis es sei<br \/>\nBei den ewigen G\u00f6ttern<br \/>\nKalifur: Wovon spricht diese Eiche, liebe Prinzessin Cosima?<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Seid nicht so neugierig, ich befehle es euch.<br \/>\nKalifur: Was habt ihr dort an der T\u00fcr verborgen vorhin?<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Ihr sollt nicht so neugierig sein. Dies ist mein Reich und euch geht das gar nichts an. Glaub nicht, weil Du ein Drachen bist, h\u00e4tte ich Angst vor Dir. Am besten ihr macht euch wieder auf den Weg und sucht euch andere Sehensw\u00fcrdigkeiten.<br \/>\nEule: Prinzessin, Prinzessin, ich sehe etwas. Einen Wald, einen gro\u00dfen Wald, er besteht aus lauter B\u00e4umen, wie diesem hier, aber er hat keine &#8230;<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Schweig Tahu. Sag mir sp\u00e4ter, was Du siehst, wenn diese Fremdlinge weg sind. Sie sind mir allzu neugierig. Fast wie diese St\u00e4dter.<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Die Eule hatte das mit geschlossenen Augen gesagt, sie konnte offenbar hellsehen. Als wir uns aber verabschiedeten, tat sie trotzdem noch einmal ein Auge kurz auf, wohl um sich zu \u00fcberzeugen, dass sie jetzt wieder in dem Prinzessinnen- reich unter sich sind. Wir waren nat\u00fcrlich noch neugieriger geworden, als vor unserer Ankunft und wollten uns die Stelle, wo die Eiche stand, gut einpr\u00e4gen, dass wir wie- der einmal vorbeischauen k\u00f6nnen. Vielleicht war ja Cosima auch mal besserer Lau- ne, wozu man vielleicht ein paar Jahre warten musste, vielleicht war es auch siche- rer, hundert Jahre abzuwarten.<br \/>\n\u201aZwiebelkricks, mach auf, ich habe wieder eine\u2018, hatte die Prinzessin gesagt. Was hatte sie nur damit gemeint? Die Neugier plagte uns ein Jahr, zwei Jahre, was sage ich, hundert Jahre. Dann flogen wir wieder hin und sahen, dass die Stadt Berolina schon ganz sch\u00f6n gewachsen war. Da waren sie wieder, die M\u00fcggelberge, in denen Zwiebelkricks seine Arbeit hatte und dann musste sie kommen, die wunderbare Ei- che, aber wo war sie? Kalifur, rei\u00df Deine gelben Augen auf, irgendwo muss die Eiche doch sein.<br \/>\nKalifur. Ich sehe \u00fcberall Eichen. Ein richtiger G\u00fcrtel ist das um die Stadt, aber hier, dass sieht aus, wie eine Arabeske. Ein wundersames Muster von lauter Eichen und mitten drin, sieh da, ich erkenne sie wieder, die alte Eiche. Sie hat sich kaum ver\u00e4ndert. Lass uns landen.<br \/>\nZwerg: Guten Tag. Ich wei\u00df nicht, was die Prinzessin sagen wird, wenn sie euch hier wieder sieht.<br \/>\nKalifur: Zwiebelkricks, wie geht es Dir? Die Gegend hat sich ganz sch\u00f6n ver\u00e4ndert. Es sieht aus, als h\u00e4tte sich die Eiche vervielfacht.<br \/>\nZwerg: Pst, das darf keiner wissen. Das ist doch unser Geheimnis. Aber ver\u00e4ndert hat sich wirklich einiges. Die St\u00e4dter sagen jetzt nicht mehr Knolle zu mir, sondern Bolle.<br \/>\nKalifur: Gehst Du immer noch ins Bergwerk in den M\u00fcggelbergen?<br \/>\nZwerg: Ja, aber die Ausbeute wird immer geringer. Sie sagen, das liegt daran, dass die Zwerge nicht mehr so viel schaffen und wollen jetzt Maschinen erfinden, die un- sere Arbeit \u00fcbernehmen. Die Stadt w\u00e4chst und sie bauen immer mehr H\u00e4user. Kalifur: Du wolltest uns doch mal Deine Minia zeigen, Deine Kerze. Jetzt ist es Abend und sie k\u00f6nnte uns doch ein bisschen leuchten.<br \/>\nZwerg: Ich habe sie immer bei mir, denn ich brauche sie ja auch im Bergwerk. Hier ist sie. Sag guten Tag Minia.<br \/>\nMinia: Guten Tag ihr beiden. Soll ich euch etwas Licht spenden?<br \/>\nKalifur: Wenn es dunkel wird, kann ich auch ein bisschen Feueratem hauchen, das ist auch ganz sch\u00f6n hell.<br \/>\nMinia: Bitte nicht, ich habe Angst vor Feuer. Es k\u00f6nnte auch unsere Wohnung entz\u00fcnden.<br \/>\nKalifur: Eine Kerze, die Angst hat vor Feuer. Wo gibt es denn so was?<br \/>\nMinia: Ich habe ein besonderes Licht. Es leuchtet, ohne zu blenden. Es w\u00e4rmt, ohne zu verbrennen.<br \/>\nZwerg: Aber Du machst es Dir nicht einfach, denn verbrennen ist leicht und blenden noch viel leichter.<br \/>\nMinia: Achtung, die Prinzessin kommt.<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Cosima war ganz schnell den Baumstamm heruntergekommen und wieder k\u00fcmmerte sie sich erst gar nicht um uns, sondern sagte zu Zwiebelkricks: \u201aHier ist wieder eine\u2018, und hielt etwas vor uns versteckt. Und dann: \u201aWo ist der Plan?\u2018 Zwiebelkricks faltete einen gro\u00dfen Bogen auseinander, und obwohl wir ihn nicht genau sehen sollten, konnten wir doch eine Form erkennen. Das war die Arabeske mit lauter kleinen Kreuzen, nach denen die vielen Eichen hier angeordnet waren. \u201aVergrab es dort\u2018, herrschte die Prinzessin Zwiebelkricks leise an und zeigte auf eine Stelle. Irgendwie musste \u201aHier ist wieder eine\u2018 damit zu tun haben. Mehr konnten wir<br \/>\nnicht erkennen. Aber dieses kleine Ding, was sie verbergen wollten&#8230; Minia hatte zu leuchten begonnen und einer ihrer Strahlen fiel auf dieses Etwas und es leuchtete, wie nur edles Metall leuchten kann. War das etwa Gold?<br \/>\nEiche: Wind komm herbei<br \/>\nLass es wehen und wettern<br \/>\nMein Geheimnis es sei<br \/>\nBei den ewigen G\u00f6ttern<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Na da seid ihr ja schon wieder. Habe ich euch nicht schon vor hundert Jahren gesagt, dass wir neugierige G\u00e4ste nicht so gern haben?<br \/>\nKalifur: Neugierig sind wir schon. War das nicht eben Gold, was ihr Zwiebelkricks gegeben habt?<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Ja, Du Naseweis, es war Gold, aber ein besonderes, es war eine goldene Eichel. Jedes Mal wenn eine solche sich an unserer Eiche zeigt, dann pfl\u00fccke ich sie und befehle Zwiebelkricks, sie sofort zu vergraben. Daraus sind all diese Eichen hier geworden, nach unserem Plan. Einen richtigen Wald haben wir schon.<br \/>\nKailfur: Wenn das die St\u00e4dter w\u00fcssten mit dem Gold, dann k\u00f6nnten sie damit etwas Besseres anfangen, als eine Arabeske anzupflanzen. Dann w\u00fcrden sie nicht mehr in den Bergen suchen, sondern hier einfach immer mal ernten kommen. Eichh\u00f6rnchen: Sie werden es aber nicht erfahren, wenn ihr dichthaltet, was ich euch hiermit befehle.<br \/>\nKalifur: Wenn Sie Bitte sagen w\u00fcrden, dann w\u00e4re das eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, aber das kann eine Prinzessin wohl nicht.<br \/>\nEichh\u00f6rnchen: Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt.<br \/>\nErz\u00e4hler: Die wei\u00dfe Eule Tahu hatte wieder mit geschlossenen Augen auf ihrem Zweig gesessen, aber scheinbar hatte sie gerade wieder in die Zukunft gesehen und sagte wie im Schlaf.<br \/>\nEule: St\u00fcmpfe, ich sehe St\u00fcmpfe, alles zers\u00e4gt, zu Haufen gelegt. Stra\u00dfen, ich sehe Stra\u00dfen, die zwischen H\u00e4usern hinf\u00fchren, alles zerschnitten, alles zers\u00e4gt &#8230; Prinzessin: Tahu, wovon tr\u00e4umst denn Du schon wieder? Eichen halten viele Jahr- hunderte, keiner wird sie abs\u00e4gen. Sieh hier unsere Eiche, auf der Du sitzt, ist schon zweihundert Jahre alt und sieht m\u00e4chtig aus. Keiner kann ihr etwas anhaben. Und Du Drachen und Du M\u00e4dchen, ihr m\u00fcsst uns nun allein lassen. Wir haben zu arbei- ten. Und denkt dran, dass ihr unser Geheimnis bewahrt.<br \/>\nKalifur: Ja Prinzessin, das werden wir tun. Erz\u00e4hlerin: Die Eiche fl\u00fcsterte wieder<br \/>\n\u201aWind komm herbei lass es wehen und wettern Mein Geheimnis es sei bei den ewigen G\u00f6ttern\u2018und wir erhoben uns hoch in die L\u00fcfte. Wir haben keiner Menschenseele verraten, was es mit den goldenen Eicheln auf sich hat. Wenn wir heute dort langfliegen, m\u00fcs- sen wir uns in acht nehmen vor den vielen Flugzeugen. Als wieder hundert Jahre um waren, die Eiche also dreihundert Jahre alt war, konnten wir sie wieder nicht finden. Die Arabeske aus Eichen war verschwunden und \u00fcberall waren H\u00e4user und Stra\u00dfen, ganz viele Stra\u00dfen. Als wir die alte Eiche endlich fanden, war selbst sie von einer Stra\u00dfe umflossen und hie\u00df nun Friedenseiche. Wir fanden weder die Prinzessin, noch den Zwerg, noch die wundersame Kerze Minia. Nur die Eule war jetzt als Schild an den Stamm genagelt und sah ganz gelb aus. Gern h\u00e4tten wir erfahren, wie es kam, dass nur die alte Eiche \u00fcbriggeblieben ist und das Reich der Prinzessin Cosima auf ein Nichts zusammengeschrumpft war. Da sprach die Eiche:<br \/>\nEiche: Kinder herbei<br \/>\nlasst es wehen und wettern.<br \/>\nMein Geheimnis es sei<br \/>\nin meinen gr\u00fcnenden Bl\u00e4ttern<br \/>\nErz\u00e4hlerin: Aus einigen H\u00e4usern kamen die Kinder und sammelten sich auf der klei- nen Gr\u00fcnfl\u00e4che, die um die Eiche geblieben war. Die Eiche hatten sie schon oft ge- sehen, einen Drachen dagegen nur im Fernsehen oder Kino. Jetzt war es f\u00fcr mich an der Zeit, ihnen von dem Geheimnis zu erz\u00e4hlen und als sie alles verstanden hatten, lugten alle nach oben, ob sie nach so langen Jahren nicht doch wieder einmal eine goldene Eichel in den vielen gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern ersp\u00e4hen konnten, aber sie sahen nur oben ein scheues Eichh\u00f6rnchen entlanghuschen, war das vielleicht Cosima?<br \/>\nKalifur: Denkt nicht, dass es die Wunderwelt nie mehr geben k\u00f6nnte. Ihr seht, ich bin aus Fleisch und Blut, ein richtiger Drache. Eines Tages werdet ihr sicher wieder gol- dene Eicheln an der wundersamen Friedenseiche entdecken. Macht euch einen Plan und erschafft euch eure eigene Zauberwelt. Dann werdet ihr auch Zwiebelkricks, Cosima, Tahu und Minia wiedertreffen und auch wir werden uns bestimmt oft sehen. Alle: Macht ihr mit?<\/p>\n<p>Schluss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Geheimnis der Eiche Ein Kinderst\u00fcck 1. Eiche (einige Kinder) 2. Eule-Tahu 3. Eichh\u00f6rnchen-Cosima 4. Kerze-Minia 5. Zwerg-Zwiebelkricks 6. Drache- Kalifur 7. Erz\u00e4hlerin Erz\u00e4hlerin: Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch ganz klein war, oder vielleicht ist es noch l\u00e4nger&#8230;<br \/><a class=\"read-more-button\" href=\"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/3741\">Mehr Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,6],"tags":[],"class_list":["post-3741","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leseproben","category-theaterschaffen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3741"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3742,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3741\/revisions\/3742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}