{"id":351,"date":"2011-09-25T11:00:39","date_gmt":"2011-09-25T09:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=351"},"modified":"2023-12-08T23:01:05","modified_gmt":"2023-12-08T21:01:05","slug":"kolumne-kw39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/351","title":{"rendered":"Kolumne KW39"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber das Schreiben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch will Dir eine Ver\u00f6ffentlichung aus Dres\u00adden zeigen, an der mein Studien\u00adfreund mit\u00adgewirkt hat. Sie hei\u00dft: &#8222;Die gro\u00dfen The\u00admen unserer Zeit \u2013 Autoren im Dialog 2011&#8220; (Frie\u00adling Verlag). Einige Themen: \u00a0&#8222;Nachtgedan\u00adken&#8220;, &#8222;Fortschritt im engeren und weiteren Sinne&#8220;, &#8222;Im Netz gefangen&#8220;, &#8222;Beobach\u00adtun\u00adgen beim Wochenkauf&#8220;, &#8222;Pegasus&#8220; \u00a0(Interes\u00adsiert Dich vielleicht?), &#8222;der Flaschengeist von Tschernobyl&#8220;, &#8222;Ottomanische Reitergeschich\u00adten&#8220;, &#8222;Ein Menschenrecht mehr&#8220;, &#8222;herbst &#8211; gedicht&#8220;, \u00a0&#8222;Der Mensch \u2013 ein unzul\u00e4nglich sozialisiertes Tier?&#8220;, &#8222;3 Schaufeln Erde oder in die himmlische Symmetrie&#8220;, &#8222;Amokl\u00e4ufe und die Folgen&#8220;, &#8222;Revolution&#8220;, &#8222;Werden wir eine Zukunft haben?&#8220; \u00a0 &#8222;Deutsche Gedenkkul\u00adtur&#8220;&#8230;. \u00a0Auf S. 150 schreibt mein Studien\u00adfreund: \u201eich war in der DDR ebenfalls Nomenklaturkader und wei\u00df, wie schwer es ist, in Zeiten einer politischen Wende damit umzugehen&#8220;.\u201c<br \/>\nSo pl\u00e4tschert es manchmal ins email-Fach, aber bei den meisten ist Schweigen ange\u00adsagt. Es gibt offenbar sehr wenige Men\u00adschen, die sich gern schriftlich ausdr\u00fccken. Selbst die professionellen Schreiber halten es meistens f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig mit einem einzigen in Kommunikation zu treten. Wenn es da noch ein Verdienst w\u00e4re, andere zum Schweigen zu bringen, dann k\u00f6nnten wir uns hier im Gedichtladen diese Feder unbedingt an den Hut heften. Man kann ja nicht immer nur L\u00f6bliches \u00e4u\u00dfern.<!--more--><br \/>\n\u201eIch denke immer noch, dass Du nur ein geeignetes Medium brauchst, um mehr zu ver\u00f6ffentlichen. Deine Rezensionen gefallen mir immer wieder und Du bist da \u2013 so glaube ich \u2013 Spezialist. Nur br\u00e4uchtest Du eine gr\u00f6\u00dfere \u00d6ffentlichkeit.\u201c<br \/>\nDa setzt man sich also hin und schreibt mal an www.buchwurm.de und wird dort wirk\u00adlich willkommen gehei\u00dfen. Das ist ja auch eine Arbeit f\u00fcr Nasse, aber das gleiche Anerbieten bei einer bekannten Tageszei\u00adtung, unentgeltlich mitzuarbeiten, wird aus datenschutzrechtlichen Gr\u00fcnden und eigent\u00adlich \u00fcberhaupt abgelehnt. Man will sich nicht in die Fleischt\u00f6pfe hineinschauen lassen.<br \/>\nZeitungen sind eben Zeitungen, das war wohl schon immer so, wenn man nicht das Geld hat, eine selbst herauszugeben wie Kleist oder Kirkegaard.<br \/>\nEinen rein privat S\u00e4umigen kann man viel\u00adleicht mit folgendem Gedicht gewinnen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gew\u00e4hre mir, oh G\u00f6ttlicher, einen<br \/>\nBlick in Dein Befinden<br \/>\nmein Herz\u00a0muss scheinen Dir voll\u00a0S\u00fcnden<br \/>\ndass Du es grausam schneidest<br \/>\nam Abzappeln Dich weidest<br \/>\nmit dem Skalpell des Schweigens<br \/>\nals Mitglied eines Reigens<br \/>\nder diese Lust ersonnen<br \/>\nnoch\u00a0immer hat gewonnen<br \/>\nUnd doch: mein Herz ist voller S\u00fc\u00dfe<br \/>\ndem Grausamen noch sendet`s Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nund einst ward mir ein Kamerad<br \/>\nder`s nicht mehr sein will, oh wie fad<br \/>\ndann koch Dich sauer<br \/>\nim Kopfe wuchs Dir eine\u00a0Mauer<br \/>\ndie Br\u00f6delei\u00a0h\u00fcbsch eingefriedet<br \/>\nwie`s drau\u00dfen brodelt auch und siedet<br \/>\nwie selbst zum Reime dr\u00e4nge ich, der Freche<br \/>\nBist Du ja wohl von anderm Bleche<br \/>\nein Riss ist drin und t\u00f6nt nicht mehr<br \/>\ndas recherchiert ich &#8211; bitte sehr<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Antwort lie\u00df nun nur ganze zweieinhalb Tage auf sich warten und lautete so:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sehen uns, im Oktober<br \/>\nda sprechen wir uns, ohne Zinnober.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Treffen, auf das dort Bezug genom\u00admen wird, ist so schlappe vier Wochen hin. So lange m\u00f6chte der Adressat verschont sein von gereimten oder ungereimten Mittei\u00adlun\u00adgen.<br \/>\nMan fragt sich, was macht man falsch, was andere richtig machen?<br \/>\nIm Waltersdorfe 17.9.2011<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das Schreiben &nbsp; \u201eIch will Dir eine Ver\u00f6ffentlichung aus Dres\u00adden zeigen, an der mein Studien\u00adfreund mit\u00adgewirkt hat. Sie hei\u00dft: &#8222;Die gro\u00dfen The\u00admen unserer Zeit \u2013 Autoren im Dialog 2011&#8220; (Frie\u00adling Verlag). 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