{"id":3237,"date":"2020-07-08T11:09:37","date_gmt":"2020-07-08T09:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=3237"},"modified":"2023-12-08T22:59:45","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:45","slug":"was-in-hass-und-missgunst-gewandelte-liebe-aus-menschen-machen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/3237","title":{"rendered":"Was unterschiedliche Priorit\u00e4tensetzungen hervorbringen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><strong> Was unterschiedliche Priorit\u00e4tensetzungen hervorbringen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>Ich sa\u00df gerade nach gehabter Trauerarbeit, Ferienbesch\u00e4ftigung f\u00fcr meinen Ziehsohn und Gesundheitschecks um 20 Uhr MESZ beim verdienten Abendbrot und hatte f\u00fcr zwei Personen gedeckt, als drei Personen auf meines Vaters Grundst\u00fcck st\u00fcrmten, keinen Gru\u00df erwiderten und sich im Haus f\u00fcr geraume Zeit zu schaffen machten, bevor dann der eine zu mir auf den Balkon vordrang und wohl coronabedingt eine verzerrte Maske tragend sich als einer meiner Br\u00fcder ausgab. ER wollte mich n\u00f6tigen, irgendetwas aus dem Erbe herauszugeben, denn mein werter Vater Prof. Eberhard Rempel ist am 25. Juni 2020 leider verstorben. Als ich das verweigerte, kam wutschnaubend eine weitere, wohl ebenfalls maskierte Person hinzu, die sich als eine meiner Schwestern ausgab und schrie auf mich ein, irgend eine Sache, es war von einem Kraftfahrzeugbrief und Papieren die Rede, wohl vom Mercedes der A Klasse meines verstorbenen Vaters. Beide verschwanden dann weiter suchend und rumorend im Haus. Da st\u00fcrzte, der Szenerie eines Kaspertheaters gleich, eine weitere aggressive Gestalt, die nun keine Maske mehr trug und ich in meiner Angst als Jockel Klopp, Ostkorso 006, Unterallersau (Name und Adresse durch Webmaster ver\u00e4ndert) erkannte und st\u00fcrzte mit hervorgesto\u00dfenen Unfl\u00e4tigkeiten auf mich zu, dass mir Angst und Bange wurde. Ich zitterte am ganzen K\u00f6rper und alle drei kehrten zur\u00fcck und bedrohten mich weiter. In meiner Angst gab ich an, dass sich die gesuchten Dinge bei meiner Verlobten, Frau Dore\u00e9n Schr\u00f6der befinden k\u00f6nnten, was ich als einzige m\u00f6gliche Finte sah, um den Raub der von mir von der Erbengemeinschaft, die sich auf der Todesanzeige wiederfindet und die einen Tag zuvor beschlossen hatte, dass nichts aus dem Haus entwendet werden sollte und ich wohl der einzige W\u00e4chter dieser Dinge war. Auch hatte ich in meiner Trauerarbeit eine Adressliste herumgeschickt, die die Verbrecher nun gleich ausnutzen wollten und sich in dieser aufgebrachten Stimmung zu meiner Verlobten, Frau Dore\u00e9n Schr\u00f6der, Heinrich-Heine-Stra\u00dfe 48a, 15738 Zeuthen, begeben wollten und diese ebenfalls bedrohen. Die drei T\u00e4ter machten sich auch sogleich auf den Weg zu ihr und mich packte das schlechte Gewissen, dass ich meine Verlobte ans Messer geliefert hatte und betete kurz, dass sie meiner Liebsten nichts antun w\u00fcrden. Ich lie\u00df also alles stehen und liegen und begab mich auf den Weg zu ihr. Dabei h\u00e4tte ich wohl intelligenter Weise das Fahrzeug meines verstorbenen Vaters benutzen sollen, aber nahm mein eigenes und rief die Polizei, die mir aber beschied, ich solle ein Mann sein und mich selbst und den Fortgang der Dinge k\u00fcmmern. Ich lie\u00df mir an der leider geschlossenen Schranke die Dinge noch mal durch den Kopf gehen, die mir v\u00f6llig unwirklich erschienen waren. Die T\u00e4ter hatten sich auf eine Diskussion der Erbengemeinschaft bezogen, dass die T\u00e4ter diese Dinge an sich bringen d\u00fcrfen, der aber nicht meine Zustimmung gefunden hatte und daher nichtig ist, denn eine Erbengemeinschaft kann nach Rechtslage nur einstimmig beschlie\u00dfen. Der einzige Beschluss, der am Vortag einstimmig gefasst worden war, war, dass nichts entwendet werden d\u00fcrfe, zu dessen Wahrung ich mich verpflichtet sah und derartige Angriffe bis zu T\u00e4tlichkeiten wohl von keinem meiner werten Geschwister auch nur geahnt wurden, von mir allerdings schon, weil ich \u00fcber etwas mehr Lebenserfahrung verf\u00fcge als meine Geschwister, meinen Vater doch vier Jahre betreut und gepflegt hatte und sein Verm\u00e4chtnis unm\u00f6glich darin bestanden haben kann, dass es zu Beleidigungen, Wut und T\u00e4tlichkeiten zwischen uns kommt.<br \/>\nAls ich bei meiner Verlobten ankam, war diese nicht anzutreffen. War sie entf\u00fchrt worden oder war sie vor der Bande geflohen? Ich wendete mich noch einmal an 110 und mir wurde beschieden, dass ich, als w\u00e4re ich James Bond oder so, der Sache weiter auf eigene Faust nachgehen sollte, fuhr also noch mal den urspr\u00fcnglichen Tatort an. Es h\u00e4tte ja alles ein Produkt meiner \u00fcberbordenden Phantasie oder eine Wahnvorstellung gewesen sein k\u00f6nnten, denn ich leide gelegentlich an Schizophrenie, eine Tatsache, die mich manchmal unzurechnungsf\u00e4hig erscheinen l\u00e4sst, aber ich glaube, es ist eine Tatsache, dass die Nummernschilder entwendet sind und bitte, diese bei Gelegenheit zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\nDer Hintergrund ist n\u00e4mlich der folgende. Meine Verlobte und ich hatten vom 26. Bis 29.6., als einen Tag nach dem Tod meines Vaters als Verlobungsreise (die Verlobung fand am Todestag meines Vaters, am 25.6.2020 in Zeuthen statt) und in Erf\u00fcllung eines Herzenswunsches meines Vaters, den zu beschreiben hier zu weit f\u00fchren w\u00fcrde, eine Reise in die Ukraine unternommen, wo wir in Lviv in einem Viersternehotel gewohnt hatten und viele sch\u00f6ne Eindr\u00fccke mitbringen konnten. Die Erf\u00fcllung des Herzenswunsches meines Vaters, dass die abzuholende Person von ihm wenigstens bei einer Aufbahrung w\u00fcrde Abschied nehmen k\u00f6nnen, wurde durch meine Geschwister in einem etwas anma\u00dfenden Schreiben dorthin vereitelt, denn wie h\u00e4tten wir diese Irina mitbringen k\u00f6nnen, wenn alle gegen sie eingenommen sind, au\u00dfer vielleicht meiner Schwester Silke, die Geschenke mitgegeben hatte. Dadurch verwirrt hatte ich vielleicht versehentlich die Autopapiere im Hotel liegen lassen. Jedenfalls, als der Wagen meines Vaters pl\u00f6tzlich eine solche Wichtigkeit f\u00fcr meine Geschwister hatte, dass sie sich so sehr darauf kaprizierten und mich mit ihrer seltsamen Art von \u201eTrauerarbeit\u201c in meinem Nervenkost\u00fcm ersch\u00fcttern, mag ein solches Versehen meinerseits entschuldbar sein. In meiner Abwesenheit wurde sich auf alle Vertr\u00e4ge meines Vaters gest\u00fcrzt w\u00e4hrend die Stare die k\u00f6stlichen Kirschen von seinem Baum pfl\u00fcckten und es eher in meines Vaters Sinn gewesen w\u00e4re, wenn diese von Menschen verzehrt und seiner gedacht worden w\u00e4re.<br \/>\nWie aber, wenn hinter allem eine der bekannten kriminellen Handlungen steht? Wir vergessen dort die Papiere und hier schl\u00e4gt eine Mafia von T\u00e4tern zu und stiehlt die dazugeh\u00f6rigen Kennzeichen? Ist das nicht ein bekanntes Muster im Autoschmuggel und ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Geschwister, die alle gut bescholten sind, mit solchen Machenschaften etwas zu tun haben. Es muss sich, und da bin ich mir als gestern von der Polizei bestallter Sherlock Holmes ganz sicher, noch um eine weitere Bande von Autoschmugglern handeln, die die Kennzeichen entwendet haben. Nun sind sie gefragt, liebe Polizei. Sollte man das in einem Rechtsstaat dulden? Und haben Sie eine Idee, wie man sich vor weiteren verbrecherischen Handlungen, sei es seitens aufgeregter Erben oder Autoschmugglern wirksam sch\u00fctzen kann?<br \/>\nIch werde als promovierter Physiker und stolzer B\u00fcrger der Bundesrepublik Deutschland, der zwar schizophrene Episoden erlebt hat und selbst schon mit der jetzigen Bundeskanzlerin f\u00fcr acht Wochen in der Ukraine geweilt hat, alles daran setzen, mich selbst zu wehren und bei der Aufkl\u00e4rung der Straftat mitwirken, soweit es meine Kr\u00e4fte erlauben, denn ich bin schon ein bisschen in den Jahren. Dabei f\u00e4llt mein Verdacht weniger auf die Ukrainer, die sich mir bei meinem kurzen Besuch alle als ehrenwert und zuverl\u00e4ssig erwiesen haben, sondern das halte ich f\u00fcr eine Tat eines unserer Mitb\u00fcrger.<br \/>\nJetzt, meine liebe Polizei, m\u00f6chte ich sie bitten, dieses Verbrechen, zu dem ich oben ein paar Hinweise geben konnte, m\u00f6glichst umgehend aufzukl\u00e4ren, die T\u00e4ter entsprechend zu bestrafen oder nach Ma\u00dfgabe zu verwarnen. Sie haben viele, eigentlich jeden B\u00fcrger unseres Landes zu sch\u00fctzen und die Wahrung der Gesetze zu h\u00fcten, was eine gro\u00dfe Aufgabe ist, aber diese Vorg\u00e4nge, die, w\u00fcnschenswerter Weise \u00a0nur ein Albtraum von heute Nacht waren. Wenn Sie, liebe Polizei mal Gelegenheit nehmen k\u00f6nnten, gelegentlich zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Kennzeichen sich doch noch am Wagen meines Vaters befinden, dann sehen Sie meine hoffentlich unterhaltsamen Einlassungen als obsolet an und ich danke Ihnen sehr f\u00fcr das Lesen dieser Zeilen. Ich werde in der Zwischenzeit weiter nach den Papieren suchen und noch mal im Hotel anrufen, wo mir sicher freundlich Auskunft gegeben wird.<\/p>\n<p><strong>Hass und Missgunst kann sich auch wieder in Liebe verwandeln.<\/strong><\/p>\n<p>Zeuthen, den 8.7.2020<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDr. Christian Rempel<br \/>\nLindenring 38<br \/>\n15732 Zeuthen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was unterschiedliche Priorit\u00e4tensetzungen hervorbringen k\u00f6nnen. 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