{"id":2786,"date":"2017-12-17T17:14:30","date_gmt":"2017-12-17T15:14:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2786"},"modified":"2023-12-08T22:59:47","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:47","slug":"kolumne-kw-50-2017-das-jahr-geht-zur-neige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2786","title":{"rendered":"Kolumne KW 50 2017 &#8222;Das Jahr geht zur Neige&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Jahr geht zur Neige<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur noch eine knappe Woche ist es bis zur Sonnenwende, wo die Tage wieder l\u00e4nger werden, und ein halber Monat bis zum Jahresende. Das soll die sch\u00f6nste Zeit des Jahres sein, wenn man Liedern und Gedichten glauben m\u00f6chte, eine auch hektische Zeit, gilt es doch, noch das eine oder andere Geschenk zu besorgen.<\/p>\n<p><!--more-->Wer aber trotzdem Zeit zur Mu\u00dfe hat, kann sich fragen, was das Jahr gebracht hat, was er selbst beitrug zur allgemeinen Mehrung des Gl\u00fcckes, dessen Bestimmung es ja sein mag, immer mehr Raum auf Erden einzunehmen. Wie sollte man da nicht selbst ein Beispiel geben wollen:<\/p>\n<p>\nMit siebzehn hatte ja das Jahrtausend noch seine Tr\u00e4ume und man sagt, mit achtzehn werde es erwachsen, um dann nach und nach und nach ein biblisches Alter anzunehmen, was wir aber nicht mehr erleben werden, denn ich gab ja ganze 47 Jahre noch dem alten Jahrtausend und bin somit wesentlich \u00e4lter als unser neues.<\/p>\n<p>\nMan kann sich ja vor allem zugute- halten, dass man selbst liebt. Das muss nicht unbedingt erwidert werden, und tats\u00e4chlich hatte sich ja meine Frau schon vor anderthalb Jahren entschieden, lieber allein, d.h. denn wohl mit anderen leben zu wollen, statt mit mir, der ich auch schon ein bisschen ersch\u00f6pft schien vom Leben, wie es, wenn ich meiner jetzigen und ewigen Flamme glauben darf, wohl immer in einer Ehe sei, dass man sich dann zur\u00fccklehne und sich so recht gehen lie\u00dfe. Trotzdem bin ich nicht in meinem Glauben ersch\u00fcttert, dass das nicht immer so sein muss, dass es auch eine Lebensform gibt, wo die Ehe keine Verschlechterung des eigenen Lebens mit sich bringt, sondern man eines h\u00f6heren Gl\u00fcckes teilhaftig wird.<\/p>\n<p>\nZur Habenseite geh\u00f6rt wohl auch, dass ich wieder einige Jugendliche auf den Weg gebracht habe, durch die Besch\u00e4ftigung mit mehr oder weniger wissenschaftlichen Themen, wie es das Ziel der Jugend forscht Bewegung ist. Dabei kommt mir zu Pass, dass ich Talente als solche entdecken kann, die heute unter dem Begriff der Talente auf den zweiten Blick rangieren. Bei mir bedarf es da keines zweiten Blickes, denn ich erkenne sie gleich auf den ersten. Es sind nicht immer die versierten Selbstdarsteller, die solche Talente sind, es kommt weniger auf die Pr\u00e4sentation an, als auf den Inhalt. Wer sich einer Aufgabenstellung widmet, kann ganz introvertiert sein, es ist dies sogar nicht selten der Fall. Entscheidend ist da eher, was eben herauskommt und ob man die entsprechende Beharr\u00adlichkeit bewiesen hat.<\/p>\n<p>\nNun m\u00fcndete diese Betreuert\u00e4tigkeit in der \u00dcbernahme von noch etwas mehr Verantwortung, als Koordinator eines Sch\u00fclerforschungszentrums und das stellt noch weitere Anforderungen. Man muss sich in dem etwas b\u00fcrokratisch \u00fcberpr\u00e4gten Schulbetrieb bewegen, es ist eine Strategie zu verfolgen und man hat mit der T\u00e4tigkeit anderer Betreuer zu tun. Ob das auch mit Erfolg zu bew\u00e4ltigen ist, wird das kommende, das Adoleszenzjahr zeigen.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel in Zeuthen, den 17.12.2017<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr geht zur Neige&nbsp; Nur noch eine knappe Woche ist es bis zur Sonnenwende, wo die Tage wieder l\u00e4nger werden, und ein halber Monat bis zum Jahresende. 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