{"id":2642,"date":"2017-04-30T13:41:16","date_gmt":"2017-04-30T11:41:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2642"},"modified":"2023-12-08T22:59:47","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:47","slug":"kolumne-kw-17-2017-ein-alptraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2642","title":{"rendered":"Kolumne KW 17 2017 &#8222;Ein Alptraum&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Alptraum<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es begann gar nicht, wie ein Alptraum. Das Land war sommerlich bewegt und es waren Musikanten im Dorf zu Gast. Mein Vater wurde zu einer Rentenerh\u00f6hung irgendwohin eingeladen, und als er zur\u00fcck kam, sagte er nur in seiner sp\u00e4rlichen Art: 6,5. Ich gratulierte ihm, das w\u00fcrde auch unserem Zusam\u00admen\u00adleben, in dem es auch immer mal um Geld geht, eine neue Leichtigkeit geben.<\/p>\n<p><!--more-->Trug auch eine Frau zu dem gl\u00fccklichen Ambiente bei?, ich kann es nicht sagen. Dann sah ich meinen Sohn, ebenfalls gl\u00fccklich, auf einem filigranen roten Plastikrechteck mit eingelas\u00adsenem Propeller stehend, sich immer wieder von der blauen Wasserfl\u00e4che eines ziemlich gro\u00dfen Sees erheben und an einer ihm gem\u00e4\u00dfen Stelle mit gro\u00dfem Geschick landen, bis er einmal bei einem hochge\u00adwachsenen Mann im schwarzen Anzug zu Wasser kam.<\/p>\n<p>\nDieser Mann nahm entschlossen das leichte Flugger\u00e4t und machte es mit starken Griffen unbrauchbar. Ich sah das nur von weitem und konnte nichts tun. Das musste aber der Impresario der Musiktruppe gewesen sein, deren etwa f\u00fcnf Mitglieder allerdings auch schlechte Musik gemacht hatten. Ich begab mich also zu deren Quartier, das in einer Art Wintergarten mit Balkon bestand. Ich provozierte mit dem Zuruf, spielt noch mal das und das, aber sie reagierten nicht. Als ich hereinkam, war nur ein junges M\u00e4dchen anwesend und war damit besch\u00e4ftigt, einen Plan von einer gro\u00dfen Karte zu trennen, der mit Klebestreifen auf dieser an der Wand befindlichen befestigt war.<\/p>\n<p>\nAlle anderen, vielleicht auch mein Sohn, waren auf dem Balkon. Da kam der Bandleader, nicht der schwarze Impresario, sondern ein einigerma\u00dfen Vertrauensw\u00fcrdi\u00adgerer herein und ich versetzte ihm einen ordentlichen Kinnhaken, was sie irgendwie geschehen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>\nIrgendwie mussten sie mich aber doch am Wickel gehabt haben, denn ich erwachte erst sp\u00e4ter wieder auf der Liegestatt. Neben mir befand sich eine aufgebuddelte Grube in Form eines Grabes. Darin lagen eine bunte Kappe, ein bunter Stock mit krummem Ende, alles allerdings aus Stoff oder gestrickt, und andere geliebte Utensilien, die der Kindheit meines Sohnes angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>\n\u201eWas werdet ihr mit meinem Sohn machen?\u201c, frug ich, obwohl eigentlich alle schon verschwun\u00adden waren. \u201eWir werden ihn gef\u00fcgig machen und dann wird er von uns eingesetzt\u201c, kam dennoch eine Antwort.<\/p>\n<p>\nDa war es besser, zu erwachen.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel in Zeuthen, den 29.4.2017<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Alptraum &nbsp; Es begann gar nicht, wie ein Alptraum. Das Land war sommerlich bewegt und es waren Musikanten im Dorf zu Gast. 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