{"id":2583,"date":"2017-03-19T12:27:38","date_gmt":"2017-03-19T10:27:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2583"},"modified":"2023-12-08T22:59:47","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:47","slug":"kolumne-kw-11-2017-arduinowelten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2583","title":{"rendered":"Kolumne KW 11 2017 &#8222;Arduinowelten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arduinowelten<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Karriere des Italieners Massimo Banzi soll auf einem Schrotthaufen begonnen haben. Die namhafte Computerfirma Olivetti musste nat\u00fcrlich auch in die Krise geraten und hat sich heute in die profitablere Telekommunikationsbranche verab\u00adschie\u00addet, obwohl sie anfangs noch mit den PC Entwicklungen hatten Schritt halten k\u00f6nnen. In Ivrea, das etwa auf halbem Wege liegt zwischen Mailand und Turin, soll es eine Bar geben, mit dem Namen Arduin, und Banzi und seine Mitstreiter trafen sich dort \u00f6fter, um zu betrinken, was sie auf den Olivetti Schrotthaufen gefunden hatten und was damit alles anzustellen w\u00e4re.<\/p>\n<p><!--more-->Von den Gro\u00dfrechnern war man also zu den PCs vorgesto\u00dfen, aber es sollte noch kleiner und billiger gehen. Gerade f\u00fcr den industriellen Bereich gibt es ja Mikrocontroller, die praktisch nur Centbetr\u00e4ge kosten. Aus diesen ein Produkt zu machen, das war die Idee der Barbegeisterten in Ivrea und sie nannten dieses Produkt, das inzwischen auf eine ganze Familie angewachsen ist: Arduino.<\/p>\n<p>\nDiese Technik ist so vielseitig, dass sie heute eine ganze Community besch\u00e4ftigt, die weltumspannend ist und die so viele Erfahrungen angesammelt haben und meist kostenlos austauschen, dass es da fast t\u00e4glich Neues gibt. Mit einem Labtop kann man ja praktisch nicht viel ausrichten, aber diese kleinen Arduinos k\u00f6nnen ohne viel Aufwand Relais schalten, Messwerte aufneh\u00admen, kleine Motoren bewegen oder T\u00f6ne erzeugen. Meistens muss man dazu noch ein bisschen Elektronik bauen, die man dann als sog. Shields aufsteckt, aber fast alles an Information, was zur Steuerung notwendig ist, kann man mit den Arduinos bew\u00e4ltigen. Das er\u00f6ffnet eine v\u00f6llig neue Bastlerwelt, bei der sich die Vorteile der Rechentechnik mit denen der Analog- und Digitaltechnik verbinden lassen.<\/p>\n<p>\nDas kann man alles mit einem Budget bew\u00e4ltigen, das man noch getrost in die Kategorie Hobby einordnen kann, solche Arduinoboards kosten zwischen 10 und 50 Euro und bei den zus\u00e4tzlichen Bauelementen ist man ja meistens auch schon mit ein paar Euronen dabei. Mir fiel das so richtig vor einem Jahr bei den Jugend forscht Wettbewerben auf und ein Jahr reicht aus, um schon ziemlich anspruchs\u00advolle Projekte zu bew\u00e4ltigen. Nicht selten kommt man schon an einem Tag zu einem brauchbaren Ergebnis.<\/p>\n<p>\nNachdem nun die Radiobastelei ausgestorben ist und ich auch keinen kenne, der mal ein Handy selbst gebaut h\u00e4tte, ist das eine erfreuliche Renaissance der Bastlerfreuden. Und das Sch\u00f6nste an einem Computer ohne Betriebssystem ist, dass, wenn es einmal funktioniert, es f\u00fcr alle Zeiten auch so bleibt, ohne dass man b\u00f6se \u00dcberraschungen erleben muss.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel in Zeuthen, den 18.3.2017<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arduinowelten &nbsp; Die Karriere des Italieners Massimo Banzi soll auf einem Schrotthaufen begonnen haben. 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