{"id":2442,"date":"2016-10-22T20:32:33","date_gmt":"2016-10-22T18:32:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2442"},"modified":"2023-12-08T22:59:47","modified_gmt":"2023-12-08T20:59:47","slug":"kolumne-kw-42-2016-kultur-als-ausweg-und-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2442","title":{"rendered":"Kolumne KW 42 2016 &#8222;Kultur als Ausweg und Rettung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kultur als Ausweg und Rettung<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man kann schon mal in missliche Lagen kommen, wie zum Beispiel die Kriegsgefangenen im zweiten Weltkrieg, wo sie nichts mehr hatten, au\u00dfer ihrer Lieder, Erz\u00e4hlungen und Spiele. Hermann Kant hat mal von einer Situation berichtet, wo er beim Kartoffelsch\u00e4len von den siegreichen Russen aufgefordert wurde, die ganze Zeit deutsche Volkslieder zu singen, wobei ihm teilweise der Text nicht mehr einfallen wollte und er Zuflucht nehmen musste zu Phantasiegebilden der Textung.<\/p>\n<p><!--more-->Jetzt zeichnet sich bei uns ab, dass wir ein neues Adventsfest haben sollen, bei dem endlich kein privater Veranstalter mehr auftreten sollte, denn bisher wurde es vom Gedichtladen Waltersdorf veranstaltet, den kaum jemand kennt oder auch nur zur Kenntnis nimmt. In der Tat w\u00fcsste wahrscheinlich kaum einer, wer f\u00fcnf Jahre lang ein solches Adventsfest, f\u00fcr das der Name Fest der Stille gefunden wurde, veranstaltet hat.<\/p>\n<p>\nDoch es ist rechtlich so geregelt, was ja auch vern\u00fcnftig ist, dass da einer den Hut aufhaben muss, der dann die gesamte Verantwortung tr\u00e4gt. Zur Formierung einer solchen verantwortlichen Rechtsperson als Verein ist es nun noch nicht gekommen. Warum das so lange dauern musste, wei\u00df ich nicht, jedenfalls sagt man, dass es erst im n\u00e4chsten Jahr zu einer Gr\u00fcndung kommen kann. Damit h\u00e4ngt das diesj\u00e4hrige Adventsfest in der Luft und man h\u00e4tte es ausfallen lassen m\u00fcssen, da man ja den Veranstalter Gedichtladen aus internen Gr\u00fcnden nicht mehr wollte seitens des Festkomitees.<\/p>\n<p>\nDa wollte nun der Chef der Gemeindevertretung h\u00f6chstpers\u00f6nlich eintreten, um diese Vers\u00e4umnisse wettzumachen. Da es aber nicht mehr m\u00f6glich sein wird, das Adventsfest flugs zu einem Gemeindefest zu machen, was ich pers\u00f6nlich schon immer f\u00fcr die ideale Konstellation gehalten hatte, w\u00e4re das nun eine private Veranstaltung von ihm selbst. Dazu fehlen nun allerdings einige Voraussetzungen. W\u00fcrde man das als Firma stemmen wollen, m\u00fcsste das Portfolio auf die Ausgestaltung von gemeindlichen Festen erweitert werden. H\u00e4lt er pers\u00f6nlich seinen Kopf daf\u00fcr hin und hat nat\u00fcrlich auch den zu erwartenden Nutzen einer gestiegenen Reputation, kann man sich fragen, um was sich da einer verdient machen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>\nDa der geplante Verein Kulturzeit eben das Kind werden soll, das das gesamte Festkomitee anstrebt, sollte nat\u00fcrlich auch die Kultur in Vordergrund stehen, die ja nicht nur in einer Bek\u00f6stigung der G\u00e4ste bestehen kann, so wichtig das auch ist. Am besten h\u00e4tte dem Verein angestanden, wenn aus seinen Reihen, quasi als Auftakt, auch etwas Kulturelles hervorgegangen w\u00e4re, wie etwa ein Kinderprogramm zur Adventsveranstaltung, oder eben ein Krippenspiel oder man w\u00e4re selbst im Gesang der Vorreiter.<\/p>\n<p>\nDaraus k\u00f6nnte sich ein echter Ausweg aus der derzeitigen Kalamit\u00e4t ergeben.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel in Zeuthen, den 23.10.2016<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultur als Ausweg und Rettung &nbsp; Man kann schon mal in missliche Lagen kommen, wie zum Beispiel die Kriegsgefangenen im zweiten Weltkrieg, wo sie nichts mehr hatten, au\u00dfer ihrer Lieder, Erz\u00e4hlungen und Spiele. 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