{"id":2158,"date":"2015-11-08T13:19:16","date_gmt":"2015-11-08T11:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2158"},"modified":"2023-12-08T23:00:22","modified_gmt":"2023-12-08T21:00:22","slug":"kolumne-kw45-richtigstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2158","title":{"rendered":"Kolumne KW45 &#8222;Richtigstellung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Richtigstellung<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In unsrer letzten Kolumne haben sich aus Unkenntnis ein paar Fehler eingeschlichen. Die Kirche stellt uns ja seit f\u00fcnf Jahren ihr hohes Haus f\u00fcr die Veranstaltungen im Rahmen des Festes der Stille am 2. Advent zur Verf\u00fcgung und das, ohne nennenswerte Gegenleistung. Das ist ja nicht selbstverst\u00e4ndlich, weil der Gedichtladen ja ein privater Veranstalter ist, bei dem die ganze Verantwortung f\u00fcr den Inhalt und die Ausgestaltung liegt \u2013 und wir nat\u00fcrlich, nicht zuletzt, erfolgreich sein m\u00fcssen. Was dann in der Kirche abl\u00e4uft, entscheiden nicht einzelne Personen (das war in der Kolumne 44 falsch dargestellt und wir bitten daf\u00fcr um Entschuldigung), sondern der Gemeindekirchenrat.<\/p>\n<p><!--more-->Gleichzeitig m\u00f6chten wir hier einladen, die Gottesdienste wieder st\u00e4rker zu besuchen, denn der heutige war ein wirkliches Erlebnis, das leider nur wenige teilten. Es gab nicht nur wundervollen Gesang und Orgelmusik, sondern auch die Predigt war wieder ein Highlight. Es war n\u00e4mlich vom Reich Gottes die Rede, von dem die Christenheit Gewissheit hegt, das es eines Tages kommen werde und das Leid beendet. Inzwischen k\u00f6nnen wir ja, so Pfarrer Kahlbaum, auf alle m\u00f6glichen Versuche zur\u00fcckblicken, dieses Reich entweder mit Gewalt (Zeloten, Gotteskrieger u.a.) oder durch die strikte Befolgung von Glaubensritualen (Pharis\u00e4er, Orthodoxe usw.) sichtbar und m\u00f6glicherweise als auf Landkarten verzeichnetes Reich zu begr\u00fcnden. Auf alle diese Versuche k\u00f6nnten wir nun zur\u00fcckschauen, auch an politischen Verbesserungsideen h\u00e4tte es ja nicht gefehlt, aber die Crux sei, dass wir dieses Reich in uns selber suchen und finden m\u00fcssen. Ist das nicht die Konsequenz, die selbst ein Atheist aus der bisherigen Geschichte ziehen w\u00fcrde. War denn aber nicht, was Atheisten vielleicht erst in den letzten Jahren herausfanden, im Christentum schon immer angelegt?<\/p>\n<p>\nDabei fehlt es auch nicht an kritischer Distanz zu sich selbst, wenn der Pfarrer zum Beispiel zitiert: \u201eWir suchten das Reich Gottes und bekamen die Kirche.\u201c Man kann vermuten, dass heut viele so denken, dass sie vielleicht mehr Christen f\u00fcr sich selbst sind und glauben, sich daran gen\u00fcgen zu k\u00f6nnen und den Gang in die Kirche als obsolet ansehen. Wir halten das aber mehr f\u00fcr einen Tribut an die Zeit, die Vereinzelung und Individualit\u00e4t vornan stellt und glaubt auf ein Gef\u00fchl der Kollektivit\u00e4t verzichten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\nW\u00e4ren wir aber wieder einmal nicht hingegangen, eben in die Kirche, h\u00e4tten wir weder das Erlebnis des gemeinsamen Gesangs und Gebets gehabt, noch eine  so anregende Predigt geh\u00f6rt, noch h\u00e4tten wir dieses so hilfreiche Gespr\u00e4ch im Anschluss gehabt, von dem noch zu berichten sein wird, das ganz von der Sorge um das Gelingen des Festes der Stille gepr\u00e4gt war, das geplante Theaterst\u00fcck streifte, eine Hand darreichte und wir die beiden vorerst letzten Zigaretten teilten.<\/p>\n<p>\nBem.: Von einer L\u00f6schung der Kolumne 44 wollen wir vorerst absehen, weil die Kolumnen in ihrer Folge auch einen kleinen Erkenntnis- und Reifeprozess dokumentieren und sie ja auch noch andere Aspekte zum Gegenstand hatte, die unser Gemeindeleben betreffen.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel im Waltersdorfe, den 8.11.2015<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richtigstellung &nbsp; In unsrer letzten Kolumne haben sich aus Unkenntnis ein paar Fehler eingeschlichen. 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