{"id":2040,"date":"2015-04-27T16:03:28","date_gmt":"2015-04-27T14:03:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2040"},"modified":"2023-12-08T23:00:23","modified_gmt":"2023-12-08T21:00:23","slug":"kolumne-kw17-bis-zum-abwinken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2040","title":{"rendered":"Kolumne KW17 &#8222;Bis zum Abwinken&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bis zum Abwinken<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir arbeiten an einer Neuigkeit, die da lauten k\u00f6nnte: Der erste digitale Polychromator der Welt ist da. Nun werden die meisten gar nichts damit anfangen k\u00f6nnen. Die Funktion ist leicht beschrieben. Man erzeugt ein optisches Spektrum, d.h. ein Farbband, aus dem man Wellenl\u00e4ngen ausblenden kann und mischt dann alle verbleibenden Farben wieder zusammen.<!--more--><\/p>\n<p>\nAlle Ger\u00e4te, die man allt\u00e4glich kennt, die Farben erzeugen, machen das nach einem anderen Prinzip. Sie mischen in der Regel nur drei Farben zusammen, meistens rot, gr\u00fcn und blau und erzeugen so einen Farbeindruck, der der wahren Farbe schon sehr nahe kommt. Will man aber ermitteln, aus welchen spektralen Anteilen sich diese Farbe zusammensetzt, erh\u00e4lt man immer nur dieselbe, sich nur in den Anteilen \u00e4ndernde dr\u00f6ge Antwort, n\u00e4mlich rot, gr\u00fcn, blau.<\/p>\n<p>\nTrotzdem kann man sich fragen, wozu es gut sein sollte, echte Farben darzustellen. Viele Stoffe haben allerdings ganz definierte Absorp\u00adtions\u00ad\u00adlinien, die f\u00fcr den Stoff charakteristisch sind. Diese Linien nennt man auch Spektren. Bisher werden in sog. Spektralphotometern, die Wellenl\u00e4ngen langsam durchgefahren und dann die Absorptionslinien ermittelt. Es gibt auch schon Polychromatoren, die ein komplettes Spektrum aufzeichnen, also k\u00f6nnte man die Probe einfach mit wei\u00dfem Licht, das alle Wellenl\u00e4ngen enth\u00e4lt, durchstrahlen und dann das resultierende Spektrum aufnehmen. Da liegt also noch nicht der entscheidende Vorteil unseres digitalen Monochromators.<\/p>\n<p>\nWill man aber eine Probe gleichzeitig mit definierten Wellenl\u00e4ngen anregen, wenn man also Licht einer ganz speziellen, frei w\u00e4hlbaren spektralen Zusammensetzung braucht, dann ist das nur mit einem digitalen Polychromator m\u00f6glich. Da bieten sich besonders Anwendungen in der Mikroskopie biologischer Proben an. Bestrahlt man zum Beispiel Zellen mit einer definierten Wellenl\u00e4ngenzusam\u00admen\u00adsetzung k\u00f6nnen ganz bestimmte zellul\u00e4re Prozesse ausgel\u00f6st werden. Auch mikrochemische Anwendungen sind vorstellbar.<\/p>\n<p>\nNun stellen sich der Konstruktion fast unl\u00f6sbare Probleme entgegen. Ein dreidimensionaler Strahlengang muss bew\u00e4ltigt werden. Es muss sichergestellt werden, dass das Licht den Polychromator in Hin- und R\u00fcckrichtung ohne Abbildungsfehler durchl\u00e4uft. Die Wirkung der optischen Bauelemente muss aufs Genaueste modelliert werden.<\/p>\n<p>\nGl\u00fccklicherweise stehen uns in diesem Jugend forscht Projekt starke Partner zur Seite. Bei den Optikrechnungen hilft das Ingenieurb\u00fcro Reinecke. Das optische Gitter wurde von Zeiss gesponsort und nun hoffen wir noch auf die Hilfe einer mechanischen Werkstatt in Teltow, FMT, die das mechanische Herzst\u00fcck auf einer CNC Maschine fertigen sollen.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel im Waltersdorfe, den 27.4.2015<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis zum Abwinken &nbsp; Wir arbeiten an einer Neuigkeit, die da lauten k\u00f6nnte: Der erste digitale Polychromator der Welt ist da. Nun werden die meisten gar nichts damit anfangen k\u00f6nnen. Die Funktion ist leicht beschrieben. 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