{"id":2010,"date":"2015-03-08T13:12:52","date_gmt":"2015-03-08T11:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=2010"},"modified":"2023-12-08T23:00:23","modified_gmt":"2023-12-08T21:00:23","slug":"kolumne-kw10-muehen-der-ebene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/2010","title":{"rendered":"Kolumne KW10 &#8222;M\u00fchen der Ebene&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fchen der Ebene<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit den wissenschaftlichen Artikeln hat es folgende Bewandtnis: Wenn man meint einen interessanten Artikel gefunden zu haben, so kann man nur Bahnhof verstehen, weil das Prinzip in einem Artikel beschrieben sein soll, der zitiert wird. Schaut man da nach, so wird man auf einen weiteren Artikel verwiesen und so weiter und so fort.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDa bleibt es nicht aus, dass man in der Bibliothek recherchieren muss. Das k\u00f6nnte eigentlich ganz einfach sein, aber die IT Leute haben sich immer etwas ausgedacht, dass das, was man gerade will, gerade nicht geht.<\/p>\n<p>\nEs gibt zwar einen Tresen, an dem man seine Fragen stellen kann, was meistens zu Aktionen in dem mit dem R\u00fccken zu einem stehenden Monitor f\u00fchrt, aber was da eigentlich getan wird, bleibt einem ein R\u00e4tsel. Haben die Mitarbeiter einen Artikel gefunden, dann d\u00fcrfen sie einem diesen wegen irgendwelcher Regularien nicht pr\u00e4sentieren, man muss ihn noch einmal selbst finden.<\/p>\n<p>\nH\u00e4tten wir nicht eine Mitarbeiterin angetroffen, die sogar hinter dem Tresen hervorkam und selbst Hand angelegte, w\u00fcrden wir wahrscheinlich immer noch r\u00e4tseln, wie so ein Buchkopierer funktioniert, der auch wieder einem Gesetz unterworfen ist, dass er n\u00e4mlich keine kompletten B\u00fccher kopiert und dessen Bedienung auch ein bisschen geheimnisvoll ist.<\/p>\n<p>\nIst man dann erst mal, auf Umwegen, zu den Artikeln gelangt, so kann man sie auf einem Stick getrost nach Hause tragen, wenn man zusichert, dass man sie nicht verbreitet. Wenn man als Privatmann darauf verfallen w\u00fcrde, mal einen wissenschaftlichen Artikel lesen zu wollen (in dem dann wieder steht, dass man eigentlich einen ganz anderen Artikel lesen soll), kann man f\u00fcr einen schon zweistellige Betr\u00e4ge berappen.<\/p>\n<p>\nDie Zeitschriften machen es sich wirklich einfach. Oft kostet die Publikation darin sogar etwas, dann sind die Papierausgaben s\u00fcndhaft teuer und dann werden die auf Staatskosten erzielten Resultate vom selben Staat noch einmal gekauft, weil sie nicht mehr frei verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>\nDeutsche Zeitschriften gibt es so gut wie gar nicht mehr, dabei waren die Deutschen mal so stark in Physik, dass alle Welt die Annalen der Physik gelesen hat, notfalls eben auch in der schweren Sprache Deutsch. Aber es ist auch gut so, dass die Amtssprache Englisch geworden ist, weil sich da vieles leichter ausdr\u00fccken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\nEin hilfreicher Professor aus Stuttgart hat uns zwei Kontakte benannt, die wir noch nicht kannten, und eine Spur f\u00fchrt wieder nach Adlershof, nur einen Steinwurf von der Bibliothek entfernt.<\/p>\n<p>\nOb man sich allerdings mit Youngstern auf dem Gebiet der Atominterferometrie abgibt, wird sich erst noch zeigen.<\/p>\n<p>\n<em>Christian Rempel im Waltersdorfe, den 7.3.2015<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fchen der Ebene &nbsp; Mit den wissenschaftlichen Artikeln hat es folgende Bewandtnis: Wenn man meint einen interessanten Artikel gefunden zu haben, so kann man nur Bahnhof verstehen, weil das Prinzip in einem Artikel beschrieben sein soll, der zitiert wird. 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