{"id":1710,"date":"2014-02-16T18:06:07","date_gmt":"2014-02-16T16:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/?p=1710"},"modified":"2023-12-08T23:00:24","modified_gmt":"2023-12-08T21:00:24","slug":"kolumne-kw7-zerreissprobe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedichtladen.de\/blog\/archive\/1710","title":{"rendered":"Kolumne KW07 &#8222;Zerrei\u00dfprobe&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zerrei\u00dfprobe<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch die tr\u00fcbe Funzel der Parteienlandschaft blakt in eine mittlere Gemeinde wie Sch\u00f6nefeld. Alle bem\u00fchen sich, die Gegebenheiten als unhaltbar zu sehen und die Aussicht bei Wahl der eigenen Partei kann rosiger nicht sein. Viel deutet darauf hin, dass die Parteien\u00adlandschaft auf politischer Ebene schon lange in die Sackgasse gef\u00fchrt hat<br \/>\n<!--more--><br \/>\n, dass es vielleicht mal wieder an der Zeit w\u00e4re, dass alle an einem Strang ziehen, dass sich die F\u00e4higsten und nicht die Verschla\u00adgensten in die Politik einbringen und dabei nicht unbedingt einer Marke bed\u00fcrfen, die man schon immer angekreuzt hat, seien es Linke, die SPD oder die CDU.<\/p>\n<p>\nWas f\u00fcr eine 14 000 Seelengemeinde schon zu viel ist, um wieviel ist es dann f\u00fcr die gerade mal tausend Waltersdorfer zu viel, wo dieses ganze Spektrum aus Parteien und Bewegungen noch einmal abgebildet werden soll. Alle k\u00f6nnen gar nicht vertreten sein, denn diese Zerrissenheit \u00fcbersteigt die Zahl der f\u00fcnf Posten im Ortsbeirat schon ein wenig.<\/p>\n<p>\nIch selbst hatte eine lange Pause in der Teilnahme an der gesellschaftlichen Arbeit, habe sie erst wieder mit der Unterst\u00fctzung der Feuerwehr und der Organisation des Festes der Stille, dessen Sinn nun das ganze Gegenteil eines Wahlkampfes ist, einge\u00adbracht. Es w\u00e4re viel sinnvoller, statt der Bewegungen und Parteien! Personen zu w\u00e4hlen, aber das Demokratiespielchen sieht diesen Parteienquatsch bis in die kleinste Zelle, also den Ortsbeirat, vor.<\/p>\n<p>\nTun wir einfach mal so, als ginge es um Personen. Da ist wohl der Prominenteste der Chef der Gemeindevertretung Olaf Damm, der sehr aktiv ist, unser Fest der Stille selbstlos auch durch pers\u00f6nlichen Einsatz unterst\u00fctzt und den man sich nur auch im Ortsbeirat w\u00fcnschen kann. Wenn man ihm schreibt oder ihn anruft, kann man sicher sein, dass man auch eine Antwort erh\u00e4lt und er sich k\u00fcmmert. Frau Pillat h\u00e4lt da schon mehr Abstand und meistens bekommt man keine Antwort, wenn man an sie als Ortsvorsteherin mal ein Anliegen hat. In der Sprechstunde trifft man sie nicht unbedingt an, weil ja nach ihrer Auffassung da sowieso keiner kommt. Das Fest der Stille unterst\u00fctzt sie allj\u00e4hrlich dankenswerter Weise mit ei\u00adnem Kuchen und dem Beschluss des Ortsbeirats, die Bl\u00e4ser zu bezahlen (was einen ja pers\u00f6nlich nichts kostet), findet auch \u00f6fter den einen oder anderen Kritikpunkt, aber weiter geht es nicht. <\/p>\n<p>\n\u00dcber die Rotberger kann ich hier nichts sagen, sie haben ja ihre eigenen Probleme. Dann gibt es neuerdings zwei junge Gesichter, die man wohl kooptiert hat, wenn es so etwas geben sollte. Da ist Uwe Pardeike, der schon lange in der Feuerwehr ist, sich als Jugendwart verdient gemacht hat und seine speziellen F\u00e4higkeiten zur Belebung von Festivit\u00e4ten einsetzt und auch immer beim Fest der Stille mit von der Partie ist. Auf welchen ideologischen Hintergrund er sich st\u00fctzt, ist mir nicht bekannt und wird man ja zur Wahl sehen. Auch zum jungen Blut geh\u00f6rt meine Tochter, die sich beim Fest auch sehr eingesetzt hat und sich nicht nur auf die Mitwirkung an der Durchf\u00fchrung beschr\u00e4nkt. Als ich vermutete, dass sie f\u00fcr die CDU antreten wird (der Apfel f\u00e4llt sehr weit vom Stamm), bekam ich vor der Hand auch keine Antwort.  Man muss ja nicht alles wissen.<\/p>\n<p>\nSo k\u00f6nnte also der Ortsbeirat aussehen, wenn alles so l\u00e4uft, wie sich die Beteiligten das selbst vorstellen. Ich wurde auch gefragt, ob ich f\u00fcr den Ortsbeirat kandidieren w\u00fcrde, nat\u00fcrlich nicht vom Ortsbeirat selbst. Seit einiger Zeit habe ich mir ja die lebhaften Diskussionen in der W\u00e4hlerinitiative Alle f\u00fcr Eine (Gemeinde) AfE angeh\u00f6rt und habe jetzt um Mitgliedschaft gebeten. Auch Frau Pillat und Olaf Damm waren fr\u00fcher in dieser Vereinigung, die sich als parteiunabh\u00e4ngig (ein gro\u00dfes Plus) ansieht. Es soll die Dominanz des B\u00fcrgermeisters gewesen sein, die sie dort herauskatapultiert hat, so dass vor zwei Jahren Frau Pillat f\u00fcr ein Parteien\u00adpotpourri als B\u00fcrgermeisterkandida\u00adtin gegen Herrn Haase antrat.<\/p>\n<p>\nTats\u00e4chlich lebt die AfE zu einem Gutteil vom Informationsfluss durch den B\u00fcrgermeister. Fast auf jeder Sitzung steht &#8222;Bericht des B\u00fcrgermeisters&#8220; auf dem Programm. Trotzdem ist die AfE keine W\u00e4hlerver\u00adeinigung von B\u00fcrgermeisters Gnaden, denn es gibt dort viele Pers\u00f6nlichkeiten aus allen Ortsteilen, die sich in der Diskussion die Butter durchaus nicht vom Brot nehmen lassen. ER h\u00f6rt sich das an und man hat, bei aller Vorsicht der Einsch\u00e4tzung, eher den Eindruck, dass die AfE auch f\u00fcr ihn ein wichtiges Feedback zur Stimme des Volkes ist.<\/p>\n<p>\nIch bin nicht der Mann, der unm\u00e4\u00dfige Forderungen unterst\u00fctzt, will weder den fast fertigen Flughafen kippen, noch alle 80% der Steuereinnahmen, die Waltersdorf zu Sch\u00f6nefeld beitr\u00e4gt, wieder zur\u00fcckholen, noch die Kiekebuscher bewegen zu unserer Entlastung mal eben eine Autobahnabfahrt zu bef\u00fcrworten, aber einen etwas besseren Spielplatz haben wir schon verdient und ein Gewicht in der Gemeindevertretung, das unser wirtschaftliches Potenzial, f\u00fcr das wir auch als bev\u00f6lkerungsschwacher Ortsteil einige Nachteile in Kauf nehmen m\u00fcssen, ber\u00fccksichtigt. Ein bisschen weniger Arroganz des Amtsschimmels, die wir wieder beim letzten Fest der Stille mit einer Ordnungsverf\u00fcgung erfahren haben, w\u00fcrde ich auch gern erk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>\nAnsonsten ist der Wahlkampf erst einmal als Kampf der m\u00fcdegewordenen Plattformen mit sich selbst zu verstehen, denn wenn man auf die betreffenden Internetseiten guckt, sind die Inhalte hoffnungslos veraltet oder haben nicht direkt mit uns zu tun. Die Regularien, dass auch in unseren Ortsbeirat Parteien gew\u00e4hlt werden, wird man nicht ad hoc \u00e4ndern k\u00f6nnen, aber es l\u00e4sst sich auch unter diesen Bedingungen viel machen, und messen wir die Kandidaten doch einfach an ihren Taten!<\/p>\n<p><em><br \/>\nChristian Rempel im Waltersdorfe<br \/>\n14.2.2014<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zerrei\u00dfprobe &nbsp; Auch die tr\u00fcbe Funzel der Parteienlandschaft blakt in eine mittlere Gemeinde wie Sch\u00f6nefeld. 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