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Kolumne KW 48 2017 „Coaching bringt was?“

Coaching bringt was? 

Als unsere Gesamtschule, die einen langen Titel hat und noch mehr Aus­zeichnungen und die daher liebevoll Paula genannt wird, wieder einmal geehrt wurde als MINT freundliche Schule, traten bei der Festveran­staltung auch sog. Bildungsdienst­leister auf, die der Überzeugung sind, dass sie einiges anzubieten haben, das den Bildungsauftrag ergänzt und vervollkommnet.

Das Beraterwesen ist ein Element der Marktwirtschaft, die dadurch gekenn­zeichnet ist, dass alles zu Geld gemacht wird, selbst wenn es sich um eine zweifelhafte Leistung oder Ware handelt. Nicht selten sind Unterneh­men zu Bruch gegangen, weil unbe­darfte Unternehmensberater vom gesunden Menschenverstand eher abgelenkt haben und irgendwelche herbeistudierten Schlagworte zu Kriterien der Tätigkeit gemacht ha­ben, was dann die Klienten auch noch unmäßig teuer zu stehen kommt.

Dennoch können zwei Dinge etwas bringen und sind nicht nur Geschäf­temacherei: Man kann die Bestre­bungen zum Beispiel einer gutge­machten Präsentation in der Jugend forscht Jurierung durch Coaching unterstützen, was ja meint, dass man nicht ein herbeistudiertes Konzept versucht überzustülpen, sondern den ohnehin notwendigen Trainingsstun­den einen professionellen Charakter gibt. Zweitens gibt es gut durchdachte Projekte, bei denen es schade wäre, würden sie nur einmal realisiert, und die man mehrfach einsetzen kann in einer Art Wanderzirkus, der die Breitenwirksamkeit gewährleistet. Wenn dann noch die Preise auf dem Teppich bleiben, kann das ein spürba­rer Zugewinn sein. Deshalb trete ich dafür ein, solche Angebote nach gründlicher Prüfung auch zu befür­worten.

Ein anderer Aspekt ist die angestrebte Funktion des Schülerforschungszen­trums (SFZ) als allen Jugendforschern offenstehende Einrichtung, wenn man solche Angebote machen kann. Es können sich dann alle Jugendforscher­gruppen, die es wünschen, gleicher­maßen auf den Wettbewerb vor­bereiten. Ob das angenommen wird, kann man noch nicht wissen, aber wir an der Paula haben in dieser Saison eine Rekordbeteiligung von zehn Gruppen, sodass es sich schon für sie allein lohnen würde.

Wenn das alles so läuft, wie gedacht, könnten im Februar zwei Veran­staltungen im SFZ stattfinden, bei denen sich Jugendforscher coachen lassen können. Im Weiteren könnte man dann auch sehen, ob solche konkreten Projekte auch angeboten werden können, wobei wir auf die Unterstützung durch den Landkreis hoffen.


Christian Rempel in Zeuthen, den 3.12.2017

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