Ernst Abbe – Kamerad

Früh schon senkt sich die Dämmerung. Lüster auf den Tischen und warme Theaterbe­leuchtung, nicht nur für die Bühne, verbreiten eine anheimelnde Atmosphäre. Einige der „SchauspielerInnen“ sind schon in der Garderobe verschwunden, sammeln sich. Die Vorspeise wird gereicht. Beleuchtung und Ablauf waren noch einmal durchgesprochen worden. Der count down liegt auf 19:05 Uhr.
Eine kleine Ansage, die Werksirene ertönt, ein Lehrjunge kommt herbeigelaufen und bekommt alsbald eine Ohrfeige vom Werksmeister. Das Spiel nimmt seinen Lauf, die Professoren parlieren, die Frauen in ihren schönen fin de siècle Kleidern disputieren, Abbe erscheint als Rauchwolke an der Tür. Mehr wird von ihm im ganzen Stück nicht zu sehen sein. Die Darsteller spielen sich in Hochform, alle besser als sie jemals waren. Das Publi­kum folgt dem nicht ganz unkomplizierten Gang der Gespräche. Meister Löber trägt das soundsovielte Mikroskop neuer Bauart herein, aber es wird vernichtender Kritik des Zeiß-Erben ausgesetzt. Elise hat einen schönen Auftritt als nunmehrige Gattin Abbes in der Schweiz. –Pause- (weiterlesen …)

Schillers letztes Werk, Demetrius, in einer szenischen Dichtung von Christian Rempel vollendet wird gelesen von Andrea Rempel, Anke Goldner u.a. und dargestellt mit Kindern des Kind & Kegel mit Musik von David Petrolescure. Die Darstellung verspricht ein einzigartiges Erlebnis deutscher Dichtkunst. Lassen Sie sich entführen in die polnische und russische Welt des 17. Jahrhunderts. (weiterlesen …)