Scheiden tut weh – wer war dieser König?

Divorced, beheaded, died,
divorced, beheaded, survived,
das war das Schicksal seiner six wifes
an fernen Gestaden und fern in der Zeit,
die eines englischen Königs.

Besonders, wenn man nun Thomas hieß,
ob Thomas Morus, Thomas Cromwell, Thomas Wolsey oder Thomas Howard,
starb man leicht wie 70 000 andere – wegen Hochverrat,
wobei man damals die Köpfe ließ.
Berater desselben Königs.

Eine eigene Kirche musste her
und sechs der Gemahlinnen bitte sehr,
um einen Thronfolger zu bekommen,
den aber Gott recht bald zu sich genommen.
Elisabeth I. blieb dann als die Königin,
die war sehr züchtig – wohl eben virgin.
Die zweite Tochter des Königs.

C.R. 21.8.2011

Vom Leutnant denk zwei Grade weiter
ist zwar kein Oberst auch noch nicht
bis zum Gipfel der Karriereleiter
durch reiches Lebenswerk besticht

Auf Brettern, die die Welt bedeuten
war seines Wirkens Heimstadt wohl
das Schicksal von den einfach Leuten
man sich die Prachtausgabe hol`

Die doch erschienen in vier Reichen
der deutschen Heimat, die er liebt
wo er ein Beispiel ohnegleichen
Schlesien eine Stimme gibt

Besonders Weber sind es
über die er schreibt
und Dienstgrades nun ist er wes?
in Deutschland stets ganz wichtig bleibt

C.R. 2.7.2011

Von zwei Milliarden gesendeten ist einer auserwählt,
dass er von der Sonne direkt auf die Erde fällt.

Und braucht dazu Minuten nur acht,
zu zeigen auf Erden der Sonne Pracht.

Wie heißen die Boten, die mit heißen Pfoten
sich in Dächer, Asphalt und Krumen verkrallen
zu leuchten, zu drücken und zu wärmen vor allem?

Hast Du das gelernt, so sage geschwind
woraus nur besteht er, der Sonnenwind?

C.R. 30.5.2011

Spitzenpolitiker

Dr. Zetsche ist in Brast,
nur neun Millionen mein Salär,
wenn ihr uns hier nicht Autos bauen lasst,
dann kenn` wir die Regierung gar nicht mehr.

Ein Bahnhof hat ihn über Nacht,
als Stuttgart ziemlich aufgebracht,
vom Chemielehrer zum Landesherrn gemacht.

Jetzt freilich soll das Volk entscheiden,
ob Bahn man fährt mehr unterirdisch.
Nicht alle würden drunter leiden,

doch Fragen sind`s der Menschheit würdig.

C.R. 30.4.2011

Großer Theoretiker

Die Stimme, wie ein vibrierender Celloton

drei Kinder, darunter einen verrückten Sohn
zwei Frauen und unzählige andre
manchmal lag er den ganzen Tag im Bett
manche hielten ihn für ein Ekel und gar nicht nett

Zwei Theorien, die eine war sehr speziell
die zweite, allgemeinere, versteht man nicht schnell
Socken zu tragen, war ihm ein Graus
war verrückt er etwa selber
oder die anderen nur heurige Kälber?

In Israel wollten sie ihn im höchsten Amt
nobelgewürdigt für peanuts, verdammt

Noch heut nicht seines gleichen gefunden
Sagte von sich, er sei ein Photomodell
Wer ist es, wer war es, nun raten Sie schnell!

Christian Rempel 1.4.2011 www.gedichtladen.de

Porträt eines Guru

Das Wichtigste, so scheint es uns
verrät doch schon die Überschrift
auf jeden Fall eine Persönlichkeit
die man nicht einfach übertrifft

Und dieser nannte Bhagwan sich
in Scharen strömten sie zu ihm
doch wie hat danach gehießen?
Und als er hinschied bitterlich
den Maidlein täten Tränen fließen

Das ist nun 21 Jahre her
ist leicht zu raten und nicht schwer
denn manchen treuen Sannyasin
zieht es noch heut an Orte hin
wo die Begeist`rung hat gewogt
noch manches Räucherstäbchen schmogt
um seinen Geist noch zu beschwören
und noch mehr Menschen zu betören

C.R. zum 1.3.2011