Hoffnungsschimmern

 

In der Klausur wären nur zwei Studenten durchgefallen und einer wäre gefährdet zu nennen. Ich war erstaunt, wie viele die nicht einfachen Rechenaufgaben mit Bra­vour bewältigt haben. Es macht sich doch bemerkbar, dass der NC mit 1,2 ziemlich streng ist.

Im Ort ist eine Initiative für eine Geschwin­dig­keitsbeschränkung in unserer Straße entstanden. Bei der Versammlung am Mon­­­tag waren immerhin 13 Bürger anwe­send, auch wenn der eigentliche Initiator gedacht hatte, dass alle kommen würden. Von den Entscheidern war dann auch kei­ner da und es wurde ein Verfahren be­schlos­sen, bei dem ich meine Zweifel ha­be, ob es funktioniert. (weiterlesen …)

Leere voraus

 

Diese Woche habe ich die letzte Me­chanik­vor­lesung gehalten. Zwischen den Jahren hatte ich einige ausgearbeitet, die ich gar nicht mehr halten konnte, weil der Stoff wohl zu schwierig und zu ins Einzelne gehend gewesen wäre. Parallel zur Vorle­sung habe ich ein paar Excel-Übungen kul­tiviert, die aber auch nicht mehr zum Ein­satz kamen.

Jetzt steht den Studenten noch die Klausur bevor, bei deren Ausarbeitung ich Wert gelegt habe auf physikalisches Verständ­nis. Auf den Dressurakt, in möglichst kurzer Zeit die verschiedensten Aufgaben lösen zu lassen, habe ich verzichtet. Meine bevorzugte Methode ist eher, einen Sach­ver­halt zu vertiefen, das Staunen über bestimmte Zusammenhänge nicht zu vergessen und den Vorteil auszunutzen, den wir heute haben, dass wir so genau rechnen können.

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Das nächste Fest der Stille in Arbeit

 

Das Fest der Stille 2011 war ein unbe­streit­barer Erfolg, nun soll es 2012 noch besser werden. Dazu fanden sich am 26.1. 12 aktive Bürger im JUSEC zusammen, und der Kreis der Aktiven ist natürlich noch größer, aber einige sind ja leider immer verhindert.

Kleine Pannen, wie das Schlangestehen an der Toilette, das Vergessen der Kürbissup­pe und dass die Aufräum- und Reinigungs­ar­bei­ten dann nur noch wenigen oblag, sollen das nächste Mal vermieden werden. Auch die Werbung hätte preiswerter und griffiger sein können. (weiterlesen …)

Der Weltraumfahrstuhl – ein freundliches Band umschlingt die Erde

 

“Der Plan klingt verrückt, aber die NASA meint es ernst: Sie plant einen Weltraum-Lift. Fehlt nur noch das Seil.” So titelte die Welt noch vor zwei Jahren und wenn man heute fernsieht, dann kann man schon die ersten Funktionsmuster bewundern.
Ich hätte das gar nicht bemerkt, aber am Mittwoch kam ein Student zu mir und meinte, ob denn das überhaupt geht. Es gäbe doch die Corioliskraft. Dabei macht man sich weniger Gedanken, ob man sich auf ein ca. 100 000 km langes Band verlas­sen sollte, das eigentlich schon unter dem Eigengewicht reißen könnte, sondern eben, ob man einer typischen Ente, wie sie täglich unsere Feuilletongesellschaft hervorbringt, aufsitzt oder nicht. (weiterlesen …)

Zwischen den Jahren

 

Man bildet sich immer ein, dass man in einer freien Zeit als freies Wesen so richtig viel schaffen kann. Eine solche Zeit ist sicher die eine Woche zwischen den Jahren. Da könnte ich doch wieder ein paar Physikvorlesungen schreiben, denkt das freie Wesen, das nun mal nicht verpflichtet ist, sie auch gleich am nächsten Tag zu halten, sondern erst eine Woche später.

Da ich gerne denke, bin ich eher für wenige Experimente und die dann eben richtig bis zum Ende durchdacht. Andere schütten ein ganzes Füllhorn von Aufgaben über die Studenten aus. Es ist ja klar, dass in den vielen Jahrzehnten, seitdem es modernen Unterricht gibt, sich auch eine Vielzahl von Beispielen angesammelt hat. Ein gelungener Dressurakt ist wohl, wenn der Student dieses Potpourri dann willig zwischen die Zähne nimmt, alles fachgerecht zerkaut und die Lösungen wieder ausspuckt.

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Das Fest im Dichterstübchen

 

Einen Tag vor dem Fest kam endlich der langersehnte Elektriker, um die Lichttaster und Klingeln im Hause zu erneuern. Man musste schon immer mehrmals auf die Schalter schlagen, bevor sie einmal ansprangen. Nach der Reparatur und dem Einbau von wirklich schicken Schaltern, war das allerdings immer noch so, denn es liegt wohl am Relais und das hatte man nun mal nicht mit.

Die Klingeln an den Wohnungstüren gingen zwar, aber als wir die an der Haustür probierten, wo doch die meisten Leute ehrfurchtsvoll stehen bleiben, die zu Besuch kommen oder etwas abzuliefern haben, gingen diese nicht mehr. Also musste der, der sich doch eigentlich nur noch der Dichtkunst hingeben wollte, sich die Sache selbst mal ansehen. Alle Schalter aufschrauben, versuchen zu verstehen, wie das einmal funktionierte und zu dem Ergebnis kommen: Das konnte noch nie funktioniert haben, weil man es nicht mehr verstehen kann und funktionierte ja nun auch nicht mehr. Die eine oder andere Drahtbrücke war beim Fachmann übriggeblieben, aber wo waren sie mal eingebaut?

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