einige Leseproben
Hier finden Sie einige Kostproben meiner Arbeiten, auf Anfrage sende ich Ihnen gern auch gratis weitere zu.
Theodor Storm Variation
Nun sei mir heimlich, lieb und zart,
setz Deinen Fuß auf meinen nun.
Mir sagt es: „Du verläßt die Welt,
um ganz allein auf Dir zu ruhn“
Dir sag ich: „Ließe mich die Welt
und könnt ich fröhlich und allein
wie Deines leichten Fußes jetzt
auch Deines Lebens Träger sein.“
C.R. 1989, 27.10.02
Wider der Poesie Stand
Bister sei des Meer Couleur,
des grauen Morgens Brühe.
So sieht es kaum der grand flaneur
bezechte Heimkehr in der Frühe.
Ein Leuchtturm in der Stille blakt
übernächtig, wohl zu spät.
Sein Licht am Nebel lustlos nagt,
durch den der Mann nach Hause geht
Im Hafen dräun wie festgefroren
steilwandig Riesen, sintemal
den Klang der Liebe in den Ohren
scheint`s Exterieur besonders schal
Doch all die Trübsal unsern Mann
des Innres schachtelt fein in Borke
ficht derart Bildnis gar nicht an
schmeckt nach dem Kuss und fühlt sich knorke
C.R. 16.11.2006
Natur und zweite Natur
Die Natur nimmt die gepflasterten Wege zurück
überall rieselt`s von den Bäumen herab
mir fehlt ein Sternenkorb, der war voller Glück
vom Bandmaß schneide ich täglich ein Stückchen nur ab
Wir halten das alles hier unten am Laufen
bedienen des Lebens ursprünglich Betrieb
zwar kann man das alles fertig schon kaufen
doch do it yourself ist unser Prinzip
Breite die Schürze aus, es fallen hinein
die vielen Sterne vom Himmelsschrein
ach wären sie alle Dukaten
Und schürze die Lippen, mach die Äugelein zu
das Ziel meiner Küsse bist immer nur Du
ich werde Dich niemals verraten
C.R. 9.8.2009 |